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Bei dem Unfall überschlug sich der Wagen und blieb dann am Straßenrand liegen.

Crash bei Hattenhofen

Geldstrafe nach tödlichem Unfall

Nach einem Unfall im Winter musste sich ein 52-Jähriger jetzt wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Er wurde zu 3600 Euro Geldstrafe verurteilt. Zudem wurde dem Maschinentechniker ein einmonatiges Fahrverbot auferlegt.

Hattenhofen – Der 52-Jährige aus Althegnenberg wollte am Morgen des 7. Januar die 15-jährige Tochter seiner Lebensgefährtin zu einer Freundin bringen. Auf der B 2 kurz nach dem Ortsausgang von Hattenhofen kam das Auto in einer leichten Linkskurve ins Schleudern und überschlug sich. Die 15-Jährige wurde so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb.

Sichtlich getroffen saß der 52-Jährige auf der Anklagebank. Überwiegend ließ er seinen Rechtsanwalt reden. Als er in einem Schlusswort sein Bedauern über den Unfall äußerte, brach er in Tränen aus.

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, konnte sich der 52-Jährige nicht erklären. „Ich weiß nicht, was passiert ist.“ An dem Januarmorgen war es minus 15 Grad kalt. Als der Gutachter zwei Stunden nach dem Crash zur Unfallstelle fuhr, war die Straße aber nicht glatt.

Allerdings fuhr der 52-Jährige an dem Tag ein Auto, das ihm nicht vertraut war, nämlich einen Pick-Up. Er war ihm erst fünf Tage vorher von seinem Arbeitgeber zur Verfügung gestellt worden. „Ein Auto mit problematischen Fahreigenschaften“, wie der Richter sagte. Der Wagen habe nicht die Straßenlage eines Pkw. Er breche wegen des Heckantriebs leicht aus. Auch die Gewichtsverteilung sei ungünstig und die Versteifung des Dachs weniger stark als bei einem Pkw.

Laut Gutachter war der Mann mit einer Geschwindigkeit von 75 bis 80 Stundenkilometern unterwegs gewesen. „Der Angeklagte hätte langsamer als üblich fahren müssen“, sagte der Richter.

Der Verteidiger des 52-Jährigen hielt eine Bestrafung für nicht nötig. Er betonte, wie wichtig das Einkommen des Angeklagten für die Familie des Opfers ist. Der Mann lebt bis heute mit der Mutter der getöteten 15-Jährigen unter einem Dach.

Ein Rechtsanwalt, der den Vater der 15-Jährigen vertritt, betonte, dass nach dem Unfall nicht mehr alle Familienmitglieder in dem Haushalt leben würden. Die Schwester des Opfers habe es dort nicht mehr ausgehalten und sei für ein Jahr nach Australien gegangen. Der Verteidiger konterte: Das Vater-Tochter-Verhältnis sei nicht intensiv gewesen sei. Der letzte Kontakt habe zwei Monate vor dem Unfall stattgefunden. Die Geldstrafe wurde auf 90 Tagessätze zu je 40 Euro festgesetzt.  sus

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