Planung läuft erst einmal weiter

Gemeindehaus-Ausbau: Was passiert ohne Fördermittel?

Der geplante Dachgeschoss-Ausbau des Gemeindegebäudes war kürzlich erstmals mit Bürgern diskutiert worden – in der Infoveranstaltung waren die Reaktionen gemischt.

Hattenhofen – Im Gemeinderat wird deswegen debattiert: Zieht man das Projekt durch, wenn man keine Fördergelder erhält?

Ein Teil des Dachgeschosses soll zum Mehrzweckraum für die Bürger ausgebaut werden. Dabei spekuliert Hattenhofen auf ein Förderprogramm des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE). Denn wegen Brandschutz-Maßnahmen und der Barrierefreiheit wird ein Umbau nicht billig. Zurzeit erstellt ein Architekt eine Planung.

Doch was passiert, wenn man nicht in das Förderprogramm aufgenommen wird, wollten Ernst Hagl (UWG Haspelmoor) und Thomas Waldleitner (Dorfgemeinschaft Hattenhofen) im Gemeinderat wissen. „Bauen wir, wenn wir keinen Zuschuss kriegen?“, fragte Hagl. Die Chancen auf mögliche Fördergelder bezifferte Waldleitner auf „fifty-fifty“. Er fragte: „Soll man dann als Gemeinderat sagen, dieser Raum ist mir 500 000 Euro wert?“

„Grundsätzlich will der Gemeinderat den Raum ausbauen“, sagte Bürgermeister Franz Robeller (UWG Haspelmoor). Sonst hätte man das Projekt nicht angestoßen. Wie die Kassenlage der Gemeinde in Zukunft aussehe, das sei jedoch nicht absehbar, so Robeller. Insofern könne es sein, dass man einen Ausbau ohne Zuschüsse verschieben müsse. Auch einen Ausbau nach und nach konnte er sich vorstellen.

An einige Baustellen im Gebäude, wo zurzeit Feuerwehr, Schützen und Bauhof untergebracht sind, müsse man sowieso ran, meinte Hans Scherer (UWG Haspelmoor). Etwa brauche es eine Fluchttreppe. „Grob fahrlässig“ wäre es, wenn man diese nicht mit umsetze. Außerdem müsse man über die Barrierefreiheit nachdenken. Im Moment geht es nur über Treppen zum ersten Stock. Diesen Umstand bemängelte Andi Peter (Dorfgemeinschaft Hattenhofen) mit Blick auf das dort stattfindende Oktoberfest der Senioren: Was, wenn einmal ein Sturz passiere? Man könne sich doch mit den Senioren-Veranstaltungen im barrierefreien Bürgerhaus Mammendorf zusammenschließen und mit dem Bus hinfahren. Dass die Hattenhofener allerdings nach Mammendorf fahren wollen, bezweifelten seine Ratskollegen. Fabian Dilger

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