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Eines der Themen, die unter den Nägeln brennen: die Rauchmeldeanlagen für das Kinderhaus in Hattenhofen. 

Großprojekt in Hattenhofen

Brandschutz treibt die Kosten für Kinderhaus in die Höhe

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Die Planung für Kinderhaus und Mittagsbetreuung in Hattenhofen ist fertig, die Gemeinde hat den Bauantrag abgeschickt. Doch: Die geplanten Kosten steigen weiter an.

Hattenhofen – „Es ist frustrierend“, brachte Thomas Waldleitner (Dorfgemeinschaft Hattenhofen) die Stimmung auf den Punkt. Gemeinderatsmitglieder und Bürgermeister Franz Robeller (UWG Haspelmoor) waren konsterniert über die neue Kostenschätzung von Planer Stephan Bauer. Mit 5,38 Millionen Euro ist das Projekt „leider deutlich teurer geworden“ als bisher gedacht, sagte Robeller. Die Gemeinde werde Zuschüsse erhalten, deren Höhe aber noch offen sei.

Kostentreiber ist zum Beispiel der Brandschutz in einem bereits bestehenden Gebäude – der Grundschule. Weil an dieses Haus die neue Mittagsbetreuung angebaut wird und diese mit dem neuen Kindergarten verbunden ist, muss der Brandschutz überall auf das gleiche Niveau gebracht werden. „Sobald man etwas anlangt, wird es neu bewertet“, meinte Peter Oswald (Dorfgemeinschaft Hattenhofen) dazu.

Funkrauchmelder als billigere Alternative?

Für die Grundschule werden wohl Rauchmelder mit einer zentralen Verkabelung notwendig, erklärte Bauer. Dafür müsste man Wände aufmachen und Kabel legen. Waldleitner fragte nach einer billigeren Lösung mit Funkrauchmeldern. „Das versuchen wir“, sagte Bauer. Doch er habe wenig Hoffnung: Es gibt Richtlinien, die eine Verkabelung vorsehen. Letztlich entscheidet ein Experte.

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Die Preise für den Lüftungsbau sind ebenfalls stark angestiegen. Der Gemeinderat diskutierte eine dezentrale Lüftung für jeden Raum. Diese wäre günstiger, wird aber normalerweise für kleinere Zimmer verwendet, sagte Bauer.

Grundsätzlich stimmten alle dem Bauantrag zu. Die Gemeinde stellt jetzt mit der fertigen Planung die Zuschussanträge. Steht die Höhe der Förderung fest, wird klar, was die Gemeinde selbst finanzieren muss. Sollte alles wie geplant laufen, peilt die Gemeinde das Frühjahr 2020 als Baubeginn an.

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