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Baugebiet und Kläranlage

Großprojekte werfen Schatten auf Hattenhofener Haushalt

 Die großen Projekte der nächsten Jahre tauchen im Hattenhofener Haushalt schon einmal auf. Im Zahlenwerk für 2018 schlagen sich das neue Baugebiet und die Kläranlagen-Erweiterung nieder.

Hattenhofen

630 000 Euro will die Gemeinde für die Erschließung des neuen Baugebietes Haspelmoor-Ost ausgeben (samt Planungskosten). Neben dem Baugebiet, wo der Gemeinde rund zwei Hektar gehören, will man weitere Grundstücke erwerben: 400 000 Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen. Falls das klappt, ist eine Kreditaufnahme nötig. Ob die Gemeinde Grund kauft, ist noch nicht sicher.

Für die Erweiterung der eigenen Kläranlage sind heuer nur Ausgaben für Planer vorgesehen. 2019 und 2020 ist eine Investition von insgesamt 1,5 Millionen Euro geplant, erklärte Richard Furtmeier, der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Mammendorf.

Die Gemeinde will deswegen jetzt schon anfangen, sich eine Rücklage aufzubauen. Jedes Jahr sollen etwa 60 000 Euro beiseitegelegt werden, erklärte Furtmeier. „Wir werden uns irgendwann entscheiden müssen, wie wir die Kläranlagen-Erweiterung finanzieren wollen.“ Eine Kostendeckung nur über die Abwassergebühren sei unwahrscheinlich.

Vielleicht muss in Hattenhofen auch keine Erweiterung, sondern eine Leitung nach Mammendorf bezahlt werden. Denn der Mammendorfer Gemeinderat hat die Anfrage, ob die Hattenhofener in Mammendorf einleiten könnten, nicht sofort abgelehnt, sondern für weitere Gespräche zurückgestellt, sagte Bürgermeister Franz Robeller (UWG Haspelmoor). „Wir sollten uns diese Option offenhalten.“

Insgesamt hat der Haushalt 2018 ein Volumen von 4,48 Millionen Euro. Bei der Gewerbesteuer sollen 300 000 Euro eingehen, bei der Einkommensteuerbeteiligung gut eine Million Euro. 340 000 Euro Schlüsselzuweisungen fließen vom Freistaat nach Hattenhofen.

An den Landkreis bezahlt die Gemeinde 680 000 Euro Umlage, an die VG 224 000 Euro. Aus den Rücklagen wird mit 618 000 Euro fast alles entnommen. Allerdings wird diese Abhebung nur fällig, falls alle Projekte wie geplant durchgezogen werden.

Falls die Gemeinde Grund kauft, nimmt Hattenhofen nach langer Zeit wieder Kredite auf. 400 000 Euro kämen zu den bestehenden 133 000 Euro an Schulden hinzu. Schon ab dem nächsten Jahr soll der Schuldenstand dann aber wieder abgebaut werden, sagte Kämmerer Richard Furtmeier. Fabian Dilger

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