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Gemeinderat

Haspelmoor wächst um mindestens 170 Einwohner

Die Hattenhofener Gemeinderäte haben das erste Mal über die Bebauung im neuen Wohngebiet Haspelmoor-Ost diskutiert. Eine Entscheidung über Kindergarten-Standort und eine Befragung der Bauinteressenten sollen demnächst stattfinden.

Hattenhofen– Der Gemeinderat muss die Richtlinien festlegen, wie das neue Baugebiet in Zukunft aussehen wird – Aufteilung durch Straßen und die Vorgaben für den Hausbau sind dabei die wichtigsten Entscheidungen. Der Architekt und Stadtplaner Frank Reimann hatte drei verschiedene Entwürfe ausgearbeitet, die er dem Gremium vorstellte. Den Gemeinderäten gefiel ein Konzept mit einer Erschließung durch eine Ringstraße und mehreren Querverbindungen am besten.

Nach diesem Entwurf könnten etwa 64 Einzelhäuser und vier Doppelhaushälften entstehen. Reimann sagte, man könne aber auch flexibel bleiben, was die Bebauung mit Doppelhaushälften angehe. Die Häuser sollen mit Erd- und voll ausgebautem Obergeschoss gebaut werden können. Im nördlichen Teil soll die niedrigere Norm „E+D“ (Erd- plus Dachgeschoss) zulässig sein, um einen Übergang zu den bestehenden Haspelmoorer Häusern hinzubekommen.

Insgesamt dürften dann mindestens 170 Menschen in dem Baugebiet leben, sollte es noch Einliegerwohnungen geben, könnte die Zahl auf rund 240 steigen, sagte Reimann. Deswegen würde dann auch der Bedarf an Plätzen im Kinderhaus und in der Grundschule steigen: Reimann rechnete vor, dass insgesamt elf Plätze in Kinderkrippe und -garten und acht Plätze in der Grundschule hinzukommen könnten.

Ein kleiner Teil nördlich der Bahngleise kann nicht bebaut werden, er soll als Grün- und Regenrückhaltefläche gestaltet werden. Wegen der nahen Bahngleise sind außerdem Schallschutzmaßnahmen notwendig, zum Beispiel an den Fenstern, das hat eine Voruntersuchung ergeben.

Ernst Hagl (UWG Haspelmoor) kamen die Grundstücksparzellen, die bei 400 bis 450 Quadratmetern liegen, recht klein vor. „Die Zeit der großen Grundstücke, die ist aufgrund der Grundpreise vorbei“, erklärte Bürgermeister Franz Robeller (UWG Haspelmoor).

Die Hattenhofener Interessenten sollen sehr bald Gelegenheit haben, ihre Wünsche und Vorstellungen konkreter zu machen. Die Gemeinde will eine Umfrage auflegen, in denen solche Dinge wie gewünschte Grundstücksgrößen abgefragt werden. An dem Fragebogen wird schon gearbeitet. „Letztlich ist der Bürger gefragt, was er möchte“, sagte Robeller.

Einen anderen Bürgerwunsch hat er bereits vor der Umfrage mehrfach gehört. Das Traumhaus einiger Bauwerber habe ein so genanntes Toskana-Dach, sagte Robeller. In benachbarten Baugebieten habe er eine Mischung aus verschiedenen Dachformen gesehen, sagte der Bürgermeister. Auch über die erlaubten Dachformen muss sich der Gemeinderat also noch Gedanken machen.

Bereits in der nächsten Sitzung soll ein anderes großes Thema entschieden werden, was die Planung des Baugebiets beeinflusst. Es steht die Frage im Raum, ob der Kindergarten der Gemeinde in Hattenhofen erweitert wird oder eine Art „Filiale“ in Haspelmoor bekommt. Da die Gemeinde die Hälfte des Baugebiets besitzt, hätte sie deshalb dort Platz für einen Kindergarten. Sollte dieser tatsächlich nach Haspelmoor-Ost kommen, dann auf alle Fälle Richtung Ortsmitte und nicht an den Ortsrand, so die Meinung einiger Gemeinderäte. (Fabian Dilger)

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