Jahrzehntelang gab es ein normales Verhältnis zwischen „Jagdparcour“ und Anwohnern – jetzt gibt’s viel Ärger.
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Jahrzehntelang gab es ein normales Verhältnis zwischen „Jagdparcour“ und Anwohnern – jetzt gibt’s viel Ärger.

Hattenhofen

Ärger um Jagdparcours: Runder Tisch geplant

  • Eva Strauß
    vonEva Strauß
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In die Auseinandersetzung um den „Jagdparcours Oberbayern“ kommt Bewegung. Nächste Woche findet ein runder Tisch statt, wie CSU-Landtagsabgeordneter Benjamin Miskowitsch erklärt.

Hattenhofen - Erstmals kommen dann der Betreiber des Jagdparcours, die Bürgermeister von Hattenhofen und Mammendorf, Vertreter des Mammendorfer Bauamts sowie des Landratsamts zusammen. „Wenn sich jeder etwas bewegt, dann bekommen wir das hoffentlich gemeinsam hin“, so Miskowitsch. „Wir wollen nicht, dass der Betreiber unter Druck gesetzt wird.“ Bei dem runden Tisch soll vor allem über eine bauliche Veränderung diskutiert werden, die den Lärm etwas reduzieren könnte.

Der Termin, der auf Initiative von ihm und CSU-Bundestagsabgeordneter Katrin Staffler anberaumt wurde, stehe bereits seit zwei Wochen fest. „Da kommt auch kein Lockdown dazwischen“, sagt Miskowitsch. Im Sitzungssaal der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf könne man die erforderlichen Abstände ohne Probleme einhalten.

Um sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen, hat Miskowitsch gemeinsam mit dem Präsidenten des Bayerischen Jagdverbandes, Ernst Weidenbusch, den Jagdparcours besucht. Das Problem der Lautstärke und der Häufigkeit der Schüsse, das vor allem ein Anwohner beklagt, werde durch die Pandemie verstärkt, so Miskowitsch. Da derzeit private Schießstände und Vereine geschlossen sind, kommen nämlich Jagdschein-Anwärter aus ganz Bayern derzeit zu dem Jagdparcours, um dort zu üben.  

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