In Hattenhofen ist bald Platz für 48 Flüchtlinge

Hattenhofen – Die Asyl-Unterkunft in Hattenhofen ist endgültig unter Dach und Fach: Die Gemeinde, die zuvor noch gezögert hatte, erreicht eine Reduzierung von 58 auf 48 Personen. An den Gebäude-Ausmaßen der zweistöckigen Containeranlage ändert sich nichts.

Im Frühjahr hatte der Gemeinderat die Baugenehmigung nicht erteilt, um nochmals mit dem Landratsamt zu verhandeln – mit Erfolg, wie Bürgermeister Franz Robeller (UWG Haspelmoor) verkündete: „Ein bisschen was haben wir erreicht.“ Es werden nur 48 Asylbewerber untergebracht: Die Wohneinheiten in Hattenhofen werden nicht normal belegt, sondern als Krankenzimmer ausgewiesen, wo leichtere Krankheitsfälle aus der Umgebung von Zeit zu Zeit untergebracht werden.

Die Gemeinde verpachtet für die Container ein Gelände am nordöstlichen Ortsrand an das Landratsamt – direkt neben dem Gemeindegebäude an der Benno-Heinrich-Straße. Das Grundstück hatten die Hattenhofener extra für diesen Zweck gekauft. Der Pachtvertrag läuft an, wenn die Bauarbeiten beginnen, die Erschließungskosten muss das Landratsamt tragen. Denn die Gemeinde sei bei dem Kauf schließlich finanziell „ganz nett in Vorleistung gegangen“, so Robeller. Zudem soll das Areal rundum eingegrünt werden, auch das bezahlt das Landratsamt. Die Gemeinde muss nur die Zufahrt von der Benno-Heinrich-Straße aus schaffen.

Ob überhaupt noch Asylbewerber nach Hattenhofen kommen, fragte Andreas Drexl (Junge Wähler). In Adelshofen etwa wurde eine Asyl-Anlage gestoppt. „Kein Mensch weiß, wie sich die weltpolitische Lage entwickelt“, sagte Robeller dazu. Man müsse auf alle Fälle mit einer Zuteilung rechnen.

Andreas Peter (Dorfgemeinschaft Hattenhofen) und Timo Wickenrieder (Junge Wähler) konnten die Planungen aber trotz Personen-Reduktion nicht gutheißen, beide stimmten gegen die Baugenehmigung: Die Bebauung mit zwei Stockwerken sei auf dem Grundstück zu massiv. „Je enger man einen Raum bebaut, desto mehr Streitigkeiten gibt es. Ich verstehe das Landratsamt da nicht“, sagte Peter. Und Wickenrieder meinte: „Eigentlich wollten wir erreichen, dass der Komplex kleiner wird.“

Robeller sagte: „Sicherlich ist es dort etwas enger. Aber wir haben keinen anderen Platz.“ Er sei froh, dass man sich auf weniger Personen verständigt habe. „Sehr viel mehr werden wir nicht erreichen können.“ Bei Diskussionen um einen kleineren Bau hätten die Verantwortlichen auf die Wirtschaftlichkeit verwiesen. Andere Gemeinden in vergleichbarer Größe, etwa Mittelstetten, würden ähnlich große Anlagen bekommen.   (fd)

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