Hattenhofen soll einen Fahrdienst für Senioren bekommen.
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Hattenhofen soll einen Fahrdienst für Senioren bekommen.

Landsberied dient als Vorbild

Fahrdienst für Senioren geplant

  • Fabian Dilger
    vonFabian Dilger
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Ein Fahrdienst für Hattenhofener, die nicht alleine zum Einkaufen oder Arzt kommen: Harald Ziegler will ein solches Angebot in der Gemeinde aufbauen. Vorbild ist die Landsberieder Nachbarschaftshilfe.

Hattenhofen – Der Fahrdienst würde sich an Personen richten, die nicht mehr mobil sind und für die der ÖPNV zu beschwerlich ist, erklärte Ziegler (UWG Haspelmoor) im Gemeinderat. „Ich habe mir das Thema zu Eigen gemacht, weil ich finde, dass wir in der Gemeinde Bedarf haben.“ Beim jüngsten Hattenhofener Seniorennachmittag habe er die Idee vorgestellt. „Große Zustimmung“ habe er dort als Rückmeldung bekommen.

Die Idee orientiert sich an der Nachbarschaftshilfe in Landsberied, die seit geraumer Zeit Fahrdienste organisiert. Die Fahrt zum Supermarkt ist ein Klassiker, andere Besorgungen und Termine, die man in Hattenhofen nicht erledigen kann, würden ebenso darunterfallen. Wer selbst Zeit und ein Auto hat, kann ehrenamtlich Fahrdienste anbieten.

Spritkosten könnten über Spenden beglichen werden

„Das klingt einfach, ist es aber in der Umsetzung nicht so ganz“, sagte Ziegler. Zuerst muss ein Pool von Freiwilligen aufgebaut werden, in Landsberied sind es über 20. Dann muss koordiniert werden. Ziegler würde diese Aufgabe übernehmen. Eine weitere Frage ist die nach den Kosten. Es würde eine Versicherung für die Fahrer fällig, die zum Beispiel die Gemeinde als Träger übernehmen könnte – Kostenpunkt einige hundert Euro pro Jahr. Dazu kämen die Spritkosten. Ziegler würde das am liebsten über ein Spendenkonto auffangen. Die Summe könnte am Ende des Jahres an die Ehrenamtlichen aufgeteilt werden: „Das wäre für mich der beste Weg.“

„Ich finde das eine gute Idee“, sagte Timo Wickenrieder (Junge Wähler). Er fragte aber nach den rechtlichen Bestimmungen. Weil ein solcher Dienst nicht gewerblich betrieben würde, komme man nicht in den Bereich des Personenbeförderungsgesetzes wie ein Taxiunternehmen, sagte Ziegler. Hans Scherer (UWG Haspelmoor) plädierte für eine Kilometerpauschale, die die Fahrgäste zahlen sollen: „Was nichts kostet, ist nichts wert.“ Es gehe um 10 bis 50 Cent pro Kilometer. Thomas Waldleitner (Dorfgemeinschaft Hattenhofen) gab noch zu bedenken: „Es sollte wirklich für Leute sein, die ein Problem haben, mit dem Bus zu fahren.“ In Landsberied habe man nur gute Erfahrungen gemacht, sagte Ziegler: Dort würde niemand aus reiner Bequemlichkeit den Fahrservice nutzen.

Ehrenamtliche müssten gezielt angesprochen werden

Ziegler wird das Projekt im nächsten Gemeindebrief vorstellen und damit beginnen, Freiwillige anzuwerben. Damit genügend Ehrenamtliche zusammenkommen, müsse man sie direkt und gezielt ansprechen, sagte er.

Erster Info-Treff: Die Gemeinde lädt ein zu einem ersten Info-Treff zu dem geplanten Fahrdienst. Am Donnerstag, 27. Februar, 19.30 Uhr, sollen diejenigen ins Sportheim Haspelmoor kommen, die den Fahrservice nutzen würden, und diejenigen, die ehrenamtlich Chauffeur sein könnten. Weitere Informationen gibt es bei Harald Ziegler unter Telefon (0 82 02) 23 07 oder (0178) 5 42 00 41 oder per Mail an h.a.z@gmx.de.

Weitere Nachrichten aus Hattenhofen: Die Gemeinde zahlt ihren Angestellten jetzt eine Großraumzulage. Funkmast auf der Strecke München-Augsburg abgelehnt.

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