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Gegen Kürzung der Öffnungszeiten: Jagdparcours zieht wieder vor Gericht

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Von: Eva Strauß

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Auf der Schießanlage trainieren Jäger ihre Fähigkeiten am Gewehr.
Auf der Schießanlage trainieren Jäger ihre Fähigkeiten am Gewehr. © Weber

Der Jagdparcours Hattenhofen wird schon bald wieder das Verwaltungsgericht beschäftigen.

Hattenhofen – Betreiber Florian Gmeiner hat erneut Klage gegen einen Bescheid des Landratsamts eingereicht – dieses Mal gegen eine Kürzung der Öffnungszeiten.

Mitte Dezember erst hatte eine Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht stattgefunden. Damals hatte der Betreiber gegen eine Begrenzung der Schusszahlen auf 2200 pro Tag geklagt. Diese hatte das Landratsamt festgelegt. Denn seit fast drei Jahren beschweren sich Anwohner des Jagdparcours über den Schusslärm.

Begrenzung aufgehoben

Das Gericht hatte die Begrenzung aufgehoben und dem Landratsamt empfohlen, die Öffnungszeiten der Anlage ins Visier zu nehmen. Das hat die Kreisbehörde getan und die Öffnungszeiten verkürzt, wie eine Sprecherin des Landratamtes auf Tagblatt-Nachfrage sagt. Geschossen werden darf seitdem nur noch Mittwoch und Donnerstag, jeweils von 10 bis 18 Uhr, sowie Samstag von 10 bis 16 Uhr. Davor hatte der Jagdparcours Dienstag bis Freitag, jeweils von 9 bis 18 Uhr, sowie Samstag von 9 bis 16 Uhr auf. Es fallen also ein ganzer Tag und von den verbleibenden Tagen jeweils eine Stunde Betriebszeit weg.

Im Gegenzug legt das Landratsamt die Reduzierung der Schusszahlen „weniger streng“ aus, wie es die Sprecherin ausdrückt. Konkret bedeutet das: Es darf wieder mehr geschossen werden. Bis zur ersten Gerichtsverhandlung waren 2200 Schuss pro Tag erlaubt, nun sind es 3700.

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Der Betreiber klagt nun erneut, wobei die Klagebegründung noch aussteht. Die Kreisbehörde geht aber davon aus, dass sich die Klage auch gegen die Einschränkung der Schusszahlen richtet.

Aber nicht nur der Betreiber sucht den gerichtlichen Weg. Auch ein Anwohner hat Klage eingereicht, wobei auch hier die Klagebegründung noch fehlt, wie die Sprecherin erklärt.

Der Jagdparcours in Hattenhofen existiert bereits seit 1972. Ärger mit Anwohnern aus Hattenhofen, Loitershofen, Peretshofen und Mammendorf gibt es aber erst seit gut drei Jahren. Damals übernahm Gmeiner die Schießstätte, die sein Vater 2014 gekauft und erst einmal verpachtet hatte. Seitdem haben die Beschwerden stark zugenommen. Der Dauerbeschuss sei unerträglich, sagen die Anwohner. Er möchte den Betrieb wirtschaftlich führen, um davon leben zu können, sagt Gmeiner. Ein Termin für die Gerichtsverhandlung steht noch nicht fest.

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