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Am Gartenweg in Hattenhofen darf geparkt werden.

Hattenhofen

Parken am Gartenweg erlaubt

  • Fabian Dilger
    vonFabian Dilger
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Wann ist eine Straße zu schmal zum Parken? Wann braucht es Verbotsschilder? Diese Fragen musste der Gemeinderat mit Blick auf den Gartenweg beantworten.

Hattenhofen – Eine Anwohnerfamilie hatte ein einseitiges Park- und Halteverbot beantragt. Der Gemeinderat sieht aber noch keine Veranlassung, Schilder zu platzieren.

Bei Veranstaltungen in der Dorfmitte und durch Kundenverkehr bei einem ansässigen Reifengeschäft sei die Straße dauernd zugeparkt, hatte die Familie ihren Antrag begründet. Die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge sei nicht gewährleistet.

Bürgermeister Franz Robeller (UWG Haspelmoor) war schon öfter vor Ort, um sich die Sache anzusehen. Sein Fazit: Die Situation sei schwierig – aber die Straße nicht immer komplett zugeparkt. „Es ist schwer, jedem gerecht zu werden. Ich kann den Standpunkt der Anwohner auch verstehen“, sagte Robeller. Aber: „Ein Halteverbot halte ich für ein bisschen happig.“

Die Situation macht kompliziert, dass der Gartenweg rund fünf Meter breit ist und damit in einem Grenzbereich liegt. Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Mammendorf meinte in ihrer Stellungnahme, da die Straße nicht sehr breit sei, bestehe ohnehin ein Parkverbot für eine Seite. Wenn ein Auto auf einer Seite parke, dann sei die andere Straßenseite freizuhalten – auch ohne entsprechende Schilder.

Verkehrsreferent Harald Ziegler (UWG Haspelmoor), früher Polizeibeamter, hatte die Straßenbreite nachgemessen. Er kam auf über fünf Meter, das sei ausreichend.

Der Tenor im Gemeinderat war, dass der Gartenweg für Autofahrer generell gut zu nutzen sei, vor allem, weil am Straßenrand Platz zum Ausweichen sei. Vorerst werden keine Schilder aufgestellt, die Parksituation wird aber im Auge behalten. Robeller will immer mal wieder mit dem Rad zum Check vorbeikommen.

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