Bergfriedhof Gmund Urnengrab
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Urnenwand an einem Friedhof.

Hattenhofen

Urnengräber werden eckig statt oval angeordnet

  • Fabian Dilger
    vonFabian Dilger
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Eckig statt oval: Die neuen Urnengräber auf dem Hattenhofener Friedhof sollen doch anders angelegt werden als es der Gemeinderat erst kürzlich besprochen hatte.

Hattenhofen – Eigentlich war schon in der vorhergehenden Gemeinderatssitzung eine knappe Entscheidung bezüglich des Designs gefallen: Zwölf neue Urnengräber sollten in einer ovalen Anlage auf dem Friedhof entstehen, in der Nähe der bestehenden Urnenwand. Ein Urnengrab ist ein Rechteck, das im Boden von einem Fundament umfasst wird. In einem solchen Grab haben normalerweise mehrere Urnen Platz, auch weil moderne Urnen kompostierbar sind.

Doch einigen Gemeinderatsmitgliedern und Bürgermeister Franz Robeller (UWG Haspelmoor) waren dann Bedenken gekommen, „ob wir das bis zur Gänze ausdiskutiert haben“, sagte Robeller. Der Grund für die ästhetische Neuorientierung: „Im Grunde genommen ist unser ganzer Friedhof bisher rechteckig gestaltet worden“, sagte der Bürgermeister. Außerdem käme die ovale Anlage teurer als die ursprünglich angenommenen 12 000 Euro. Eine rechteckige Anordnung käme wohl günstiger, weil zum Beispiel kein bereits verlegtes Granit entfernt werden müsste. Ein bestehender Baum könnte stehen bleiben und die Mitte der Urnengräber bilden.

„Langweiliger“ im Design, aber „günstiger und praktischer“, so fasste Robeller seinen Eindruck von einem eckigen Gräberfeld zusammen. Die überwiegende Mehrheit im Gemeinderat sah das genauso, mit 10:2 Stimmen wurde die Änderung beschlossen.

In der neuen Planung enthalten ist die Umpflanzung oder Abtragung einer Hecke. Diese trennt bisher das Areal der Urnenwand und der geplanten Urnengräber vom restlichen Friedhof ab. Diesen Vorschlag hatte der beauftragte Landschaftsarchitekt Ludwig Schmid eingebracht, was der Gemeinderat befürwortete. „Wieso sollte zwischen Friedhofsteilen eine Hecke sein“, schließlich gehörten beide Gräberarten, Erde und Urnen, zusammen, argumentierte Peter Hillmayr (Dorfgemeinschaft Hattenhofen).

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