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Brutale Messer-Attacke auf Kontrolleur im ICE: Angreifer jetzt in Untersuchungshaft

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Von: Thomas Benedikt

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Die Polizei musste am Sonntagabend zu einem Großeinsatz ausrücken. Der Grund: Ein Mann griff in einem Zug einen Kontrolleur mit einem Messer an und flüchtete.

Update vom 19. August: Der Messerstecher aus dem ICE sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. „Er wurde am Dienstag in eine
Justizvollzugsanstalt überstellt“, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch gegenüber der dpa. Der 25-Jährige steht im Verdacht, den Fahrkartenkontrolleur am Sonntagnachmittag in einem ICE auf der Strecke zwischen München und Augsburg nahe Althegnenberg unvermittelt ins Gesicht geschlagen zu haben. Anschließend soll er mehrfach mit einem Messer zugestochen haben. Nach Angaben der Polizei wurde der 60-Jährige dabei schwer am Hals verletzt.

Update vom 18. August, 10.45 Uhr: Der Messerstecher ist einen Tag nach der brutalen Tat auf einen Kontrolleur gefasst worden. In einem ICE bei Erfurt fiel einem Zugbegleiter ein Mann auf, auf den die Täterbeschreibung - lange dunkelblonde Haare, Deutsch sprechend mit Berliner Dialekt und kurzer Bart - passte. Ein Polizist aus Bayern, der auch im Zug saß, nahm daraufhin den 25-jährigen Fahrgast vorläufig fest. Der Mann wurde im Laufe der Nacht nach Fürstenfeldbruck überführt und wird heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II dem zuständigen Haftrichter beim AG München vorgeführt.

Messer-Angriff in ICE zwischen München und Augsburg: Großfahndung läuft - Polizei veröffentlicht Täterbeschreibung

Update vom 17. August, 12.13 Uhr: Mittlerweile liegt eine Beschreibung des Täters vor. Er ist demnach zwischen 20 und 30 Jahre alt und etwa 1,85 bis 1,90 Meter groß. Er hat eine schlanke Statur und spricht Deutsch mit Berliner Dialekt. Die Erscheinung des Mannes wird als ungepflegt beschrieben. Er trägt längere dunkelblonde Haare und einen kurzen Bart. Er war zum Zeitpunkt des Messer-Angriffs im ICE bekleidet mit einem roten T-Shirt, war eventuell barfuß unterwegs und hatte einen Rucksack mit sich.

Der Mann, der kein gültiges Ticket hatte und keinen Ausweis vorweisen konnte, stach mehrfach auf den Zugbegleiter ein. Er traf den 60-Jährigen mehrfach im Halsbereich. Die Fahndung nach dem Mann läuft weiterhin. Hinweise an die Kripo FFB unter der Nummer (08141) 6120.

Messer-Angriff in ICE zwischen München und Augsburg: Täter flüchtig - Polizei fahndet

Update vom 17. August, 6.10 Uhr: Der Mann, der einen Fahrkartenkontrolleur der Deutschen Bahn bei einem Messerangriff schwer verletzt hat, ist noch immer auf der Flucht. Er war auch am frühen Morgen nicht gefasst, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat liefen. „Die Motivation des Täters kennen wir nicht", so ein Polizeisprecher.

Die Tat ereignete sich am Sonntagnachmittag in einem ICE zwischen München und Augsburg nahe Althegnenberg. Der Kontrolleur konnte trotz seiner Verletzung noch eine Notbremsung einleiten, wie die Polizei mitteilte. Nach Stillstand des Zuges zerschlug der Täter eine Außenscheibe und flüchtete. Eine Bahnsprecherin erklärte am Abend: „Wir verurteilen diese Tat und sind mit unseren Gedanken bei unserem Kollegen, dem wir eine rasche Genesung wünschen.“

Messer-Angriff in ICE zwischen München und Augsburg: Täter flüchtig - Großfahndung mit Hubschraubern läuft

Erstmeldung vom 16. August: Hattenhofen - Der Vorfall ereignete sich gegen 17.30 Uhr in einem ICE auf der Strecke zwischen Augsburg und München. Warum der Passagier auf den Kontrolleur losgegangen ist, ist laut Polizeiangaben noch unklar. Klar ist nur, dass er diesen mit einem Cutter-Messer schwer am Hals verletzt hat. In Lebensgefahr schwebt der Kontrolleur allerdings nicht. Er wurde zur Behandlung in eine Klinik gebracht.

Messer-Angriff in ICE: Großfahndung in Bayern läuft

Im Zug wurde nach dem Vorfall auf freier Strecke in der Nähe von Hattenhofen die Notbremse gezogen und der Angreifer konnte zu Fuß fliehen. Die Polizei ist mit zahlreichen Streifen und einem Hubschrauber im Einsatz, um den Flüchtigen zu finden - bislang noch ohne Erfolg.

Weitere Nachrichten aus der Gemeinde Hattenhofen finden Sie hier.

In Bayern kam es erst kürzlich bei Nürnberg zu einem weiteren Angriff in einem ICE - ein Schwarzfahrer verletzte mehrere Menschen. Der Mann flippte komplett aus und flüchtete. Auch in einem ICE nach Würzburg eskalierte eine Situation komplett - eine Frau verlor wegen kleiner Kinder die Nerven.

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