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Die Bewerber der Unabhängigen Wählergemeinschaft Haspelmoor.

Kommunalwahl in Hattenhofen

Mit 66 Jahren, da fängt der Wahlkampf an

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Bürgermeister Franz Robeller will es noch einmal wissen. Am Tag nach seinem 66. Geburtstag ließ er sich von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Haspelmoor (UWG) erneut zum Kandidaten für das höchste Amt in der Gemeinde nominieren.

Hattenhofen –  Die UWG stellte sich nahezu geschlossen hinter den früheren Polizeibeamten, der seit 2014 ehrenamtlich die Geschicke Hattenhofens leitet. 33 von 35 Stimmberechtigten sprachen sich bei der Aufstellungsversammlung im Sportheim Haspelmoor für Robeller aus.

Auch auf der Gemeinderatsliste wurde Robeller in einer eigenen Abstimmung – ebenfalls mit zwei Gegenstimmen – auf Platz eins gesetzt. Um die übrigen Plätze bewarben sich neun Kandidaten, deren Reihenfolge die Anwesenden per Stimmzettel festlegten.

Einmal Mooser, immer Mooser

Den zweiten Listenplatz eroberte Alexandra Klepper, die zwar in Hattenhofen wohnt, aber auf der Liste der Haspelmoorer kandidiert. Denn dort ist sie aufgewachsen und findet deshalb: „Einmal Mooser, immer Mooser.“ Die 42-Jährige ist in der Gemeinde schon in diversen Ehrenämtern in Erscheinung getreten und hat sich in der Zukunftswerkstatt engagiert, die im Rahmen des 950-jährigen Dorfjubiläums entstanden war.

Alexandra Klepper war es auch, die die Idee hatte, die „Dorfratschn“ wiederzubeleben, eine mehrmals jährlich erscheinende Zeitschrift über das Gemeindeleben. Den Zusammenhalt zu stärken, das ist eines ihrer erklärten Ziele. Es gehe ihr besonders darum, „Ort und Gelegenheit für Miteinander zu schaffen und die Bürger mehr einzubeziehen“.

Hans Scherer (62) und Heinrich Feigl (60), die auf die Listenplätze drei und vier gewählt wurden, sind bereits erfahrene Gemeinderatsmitglieder mit sechs beziehungsweise drei Amtsperioden im Kreuz. Auch Elvira Unger sitzt bereits seit fast zwölf Jahren im Gremium. Sie hat unter anderem das Kinder-Ferienprogramm ins Leben gerufen.

Interesse an Zahlen

Als Neuling geht Christian Säbel ins Rennen. Der Vater zweier kleiner Söhne arbeitet beim Finanzamt München und interessiert sich für alles, was mit Zahlen zu tun hat – „Rechnungsprüfung, Finanzen, Bauprojekte“ –, aber auch fürs Thema Kindergarten.

Ebenfalls keine Angst vor großen Zahlen hat der Immobilienkaufmann und Unternehmensberater Jens Anger. Er habe zwei Gründe für seine Kandidatur, so der 44-Jährige – seine beiden sechs Monate und vier Jahre alten Töchter. „Was gibt es Schöneres, als für die Kinder die Zukunft zu gestalten?“

Harald Ziegler startete 2014 gemeinsam mit Franz Robeller in die Kommunalpolitik. Er möchte die „zielführende Zusammenarbeit“ gerne fortsetzen, sagte er.

Marian Meyer (37) hat bereits in der Zukunftswerkstatt mitgewirkt. Ulrich Ohnemus (58) unternimmt den zweiten Anlauf auf einen Sitz im Gemeinderat. „2008 hat es nicht geklappt. Ich probier’ es halt nochmal“, so der Maschinenbauingenieur im Vorfeld der Kommunalwahl, der sich beim VdK, im Verein Lebensraum Haspelmoor sowie im Obst- und Gartenbauverein engagiert.

Aktuell stellt die UWG neben dem Bürgermeister sechs Gremiumsmitglieder. Damit ist sie die stärkste Fraktion im Gemeinderat Hattenhofen.

Die Liste der Unabhängigen Wählergemeinschaft Haspelmoor (UWG)

1. Franz Robeller 2. Alexandra Klepper 3. Hans Scherer 4. Heinrich Feigl 5. Elvira Unger 6. Christian Säbel 7. Jens Anger 8. Harald Ziegler 9. Marian Meyer 10. Ulrich Ohnemus

Im Gemeinderat Hattenhofen gibt es zwölf Sitze. Die Liste der Unabhängigen Wählergemeinschaft Haspelmoor (UWG) hat mit ihren zehn Plätzen also zwei Bewerber weniger als der Gemeinderat Sitze hat. Ersatzkandidaten wurden nicht nominiert.

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