Bauschutt und andere Materialien wurden wild in Längenmoos entsorgt. 

Schreiben an Gemeinde

Müll-Frevel: Anonymer Brief beschuldigt Fuhrunternehmen

 Ein anonymer Brief hat in Hattenhofen und Umgebung für Aufregung gesorgt. Der Absender beschuldigt ein Fuhrunternehmen aus dem Landkreis Landsberg am Lech, entsorgungspflichtige Materialien entlang seines Lagerplatzes zu vergraben. 

Hattenhofen –Der Brief wurde sowohl an die Gemeinde als auch an die Behörden geschickt. Unterschrieben ist er mit „ein Naturliebhaber“.

Eine Nachfrage beim Brucker Landratsamt hat ergeben, dass den Behauptungen nachgegangen wird. „Falls es am Lagerplatz eine unerlaubte Abfallablagerung gibt, wird das Landratsamt die Beseitigung anordnen“, erklärt Pressesprecherin Ines Roellecke. Anscheinend gingen bereits vor dem anonymen Brief Beschwerden über den dortigen Müll ein. Eine frühere Überprüfung ergab allerdings, dass kein abfallrechtlicher Verstoß vorgelegen habe, so Roellecke.

Welche Strafe für solch eine Ordnungswidrigkeit verhängt wird, entscheidet jedoch nicht die Kreisbehörde. Wenn Anhaltspunkte für eine Straftat vorliegen, wird das Bußgeldverfahren automatisch an die Staatsanwaltschaft abgegeben, diese ermittelt dann weiter.

Franz Robeller, Bürgermeister von Hattenhofen, hat auch einen anonymen Brief erhalten. Ob die darin enthaltenen Vorwürfe der Wahrheit entsprechen, kann er nicht sagen. Er weiß aber, dass sich Anwohner des Lagerplatzes vor einiger Zeit über den dortigen lauten Lkw-Verkehr beklagt haben.

Darüber hinaus wird das Fuhrunternehmen im Brief beschuldigt, Schwarzarbeit betrieben zu haben. Auch diese Anklage werde durch die Behörden der Zollverwaltung geprüft und gegebenenfalls verfolgt, so Roelleke.

Ein weiterer anonymer Brief ging an den Bürgermeister von Mittelstetten, Andreas Spörl. Hier beschwert sich der Naturliebhaber, dass das Unternehmen Bauschutt und andere Materialien auf den Feldern in Längenmoos entsorgt habe. Auch Spörl hat den Brief ans Landratsamt weitergeleitet.

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