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„Der geilste Tag“ , heißt der Film, den die Besucher auf Stühlen und Decken verfolgen.

Ein Projekt der Zukunftswerkstatt 

Open-Air-Kino mit Dorf-Flair

Bei dem Wort Open-Air-Kino denkt man an die Großstadt München oder das Kloster in Fürstenfeld – jedoch nicht an so einen kleinen Ort wie Hattenhofen. Dort zeigt die Zukunftswerkstatt: Kino im Freien funktioniert auch im Kleinen.

Hattenhofen – Schon das zweite Mal wurde in Hattenhofen Kino unter dem Sternenhimmel geschaut. Letztes Jahr hatte man einen Testlauf gestartet. Die Idee dazu kam aus der Hattenhofener Zukunftswerkstatt, einer Gruppe, die während der 950-Jahr-Feier entstanden ist. Dort werden immer wieder Vorschläge zum Gemeindeleben diskutiert und entwickelt. „Dadurch, dass wir vom Alter her gemischt sind, hat jeder andere Ideen“, sagt Martina Oswald, die zur Zukunftswerkstatt gehört und jetzt bei der Organisation des Dorf-Kinos mitwirkte.

Vom ersten Gedankenspiel bis zur Umsetzung stand aber noch einiges an Arbeit an. Während man das technische Equipment wie Beamer und Leinwand dank guter Kontakte schnell organisieren konnte, war die rechtliche Seite und der Papierkram ein wenig vertrackter. „Das ist ganz schwierig“, sagt Oswald. Zuerst musste die Gemeinde ein Open-Air-Kino anmelden, anschließend ging es darum, die Lizenz für den Film zu erwerben. Eigentlich sollte heuer die deutsche Komödie „Willkommen bei den Hartmanns“ gezeigt werden – die Hattenhofener hatten sich in einer Abstimmung diesen Film gewünscht. Doch dann sprang der Filmverleih ab, mit dem man sich schon einig war. Deswegen wich man auf den Streifen „Der geilste Tag“ aus.

Zumindest bei der Lokalität wurden die Organisatoren schnell fündig. Auf dem Spielplatz an der Valesistraße könnten sich die Besucher auf einen Hügel setzen und hatten so einen top Blick auf die Leinwand.

Den Filmgeschmack eines jeden könne man nicht treffen, sagt Oswald. Die Vorstellung am Wochenende wurde jedenfalls sehr gut angenommen. Rund 150 Besucher kamen ins Freiluft-Kino. Damit hat man die Besucherzahl vom letzten Jahr gleich einmal verdoppelt, freut sich Oswald. Das gute Wetter habe natürlich zu dem Andrang beigetragen.

Schon lange vor Einbruch der Dunkelheit und damit vor dem eigentlichen Filmstart waren die ersten Besucher vor Ort. Dann wurde gegrillt und die Popcornmaschine angeworfen, die sich die Zukunftswerkstatt extra zugelegt hat. „Das war ein Highlight speziell für die Kinder, die oft gekommen sind und sich Popcorn geholt haben“, sagt Oswald.

Mit Stühlen und auf Decken machte es sich das Publikum dann während des Filmes gemütlich. Von Jung bis Alt, von fünf bis 60 Jahren sei jede Altersgruppe vertreten gewesen. Ein Ziel der Organisatoren war es schon im vornherein, dass der gezeigte Film keine Altersbeschränkung hat, sodass auch die Kleinsten ihn anschauen können.

Das Fazit von Martina Oswald nach der zweiten Auflage des Dorfkinos: „Es wird echt super angenommen.“ Die Besucher hätten das Ambiente gelobt. „Viele haben gesagt, außergewöhnlich, dass es in Hattenhofen so etwas gibt“. Auch aus den Nachbarorten fanden sich die Kinogänger ein, aus Hörbach kam eine zehnköpfige Gruppe mit dem Radl zu Besuch.

Die Zukunft des Dorfkinos scheint jedenfalls gesichert. Nach der Anfangsphase sei die Organisation jetzt eingespielt, sagt Martina Oswald. „Wir wollen es auf jeden Fall weitermachen.“ Fabian Dilger

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