Problem-Brunnen stinkt zum Himmel

Haspelmoor – Verunreinigtes Brunnenwasser in Haspelmoor: Das stinkt der Brunnen-Besitzerin gewaltig – und zwar im wörtlichen Sinne. Jetzt werden alle Leitungen überprüft.

In einem alten Grundstücks-Brunnen in der Erhardstraße verunreinigen Fäkalien das Wasser. Der Gemeinderat von Hattenhofen beschloss deswegen, die Kosten für die Überprüfung der nachbarschaftlichen Hausanschlüsse zu übernehmen. Dort vermutet man die Ursache der Verunreinigung. Für etwa 1600 Euro soll festgestellt werden, ob die fraglichen sechs Anschlüsse auch alle dicht sind.

Denn das Problem gibt es schon seit mehreren Jahren. Die Besitzerin des Brunnens war bereits 2013 bei der Gemeinde vorstellig geworden, im Gepäck eine Wasserprobe. Bei einer Untersuchung war damals und ist nun noch einmal eine Verunreinigung durch Fäkalien festgestellt worden.

Der Brunnen stammt noch aus der Zeit, bevor es eine überregionale Wasserversorgung gab. Damals gab es auf den Grundstücken eigene Brunnen. Heutzutage wird das Wasser aus ihnen noch für die Gartenbewässerung herausgeholt.

Wegen des Problems waren bereits in der Vergangenheit die Nachbarn von der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf angeschrieben worden, dass sie ihre Hausanschlüsse überprüfen lassen sollen – doch niemand führte diese freiwillige Maßnahme durch. Eine gemeindliche Druckleitung habe man auf Schäden überprüft, ohne Ergebnis, berichtete Bürgermeister Franz Robeller (Unabhängige Wählergemeinschaft Haspelmoor). Bei einer routinemäßigen Kamerabefahrung wurde ebenfalls nichts festgestellt.

Einsatz mit der Wünschelrute?

Deswegen erfolgte nun der Beschluss, die Hausanschlüsse der Nachbarn auf Gemeindekosten zu überprüfen. Ansonsten komme man bei der Sache ja auch nicht recht weiter, meinte Robeller. Eine erneute Aufforderung der Nachbarn koste wieder Zeit – wenn diese dann sowieso nicht reagieren, sei auch das verlorene Liebesmüh.

Ein ungewöhnlicher Plan B wurde im Hattenhofener Gemeinderat übrigens auch schon besprochen: Erbringt die Überprüfung kein Ergebnis, soll eventuell ein Wünschelrutengänger etwas aufspüren. (fd)

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