Jahrzehntelang gab es ein normales Verhältnis zwischen „Jagdparcour“ und Anwohnern – jetzt gibt’s viel Ärger.
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Jahrzehntelang gab es ein normales Verhältnis zwischen „Jagdparcour“ und Anwohnern – jetzt gibt’s viel Ärger.

Hattenhofen

Schießplatz: Betreiber zu Umbau bereit

  • Helga Zagermann
    vonHelga Zagermann
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An einem Runden Tisch am Mittwoch ist versucht worden, eine Lösung für den Konflikt zwischen „Jagdparcour Oberbayern“ und Anwohnern zu finden. Erstes Zwischenergebnis: Der Betreiber des Schießplatzes ist bereit zu baulichen Änderungen, um die Nachbarn besser vor Lärm zu schützen.

Hattenhofen - Parallel dazu soll die Schussanzahl pro Tag begrenzt werden. Den entsprechenden Bescheid bereite gerade das Landratsamt vor, wie Hattenhofens Bürgermeister Franz Robeller auf Nachfrage sagt. Die Anwohner hätten auch mit dem Gedanken gespielt, zu klagen, wollen nun aber erst einmal den Bescheid abwarten.

Neben Robeller saßen sein Mammendorfer Bürgermeisterkollege Josef Heckl mit am Runden Tisch, zudem Landrat Thomas Karmasin, Vertreter des Landratsamtes, der Bauamtsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf, die CSU-Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler und der CSU-Landtagsabgeordnete Benjamin Miskowitsch. Auf der anderen Seite: die Betreiber (Sohn und Vater) sowie deren Anwalt.

Miskowitsch berichtet, dass der Betreiber ein Ingenieurbüro beauftragen wird. Dieses solle prüfen, ob mit einem Wall und Schallschutzwänden weniger Lärm nach außen dringt. Gedacht wird an eine Art Einhausung. Hierfür müsste der Platz samt Elektrik umgebaut werden.

Dazu wäre der Betreiber laut Miskowitsch bereit. Denn es bestreite niemand, dass der Betrieb auf der Anlage zugenommen habe. Zum einen, weil der Eigentümer den Parcours gewinnbringend führen wolle, zum anderen, weil pandemiebedingt alle Vereinsschießstände geschlossen sind, aber die Jäger trotzdem üben müssten.

Nun müsse man gemeinsam einen Weg finden, so Miskowitsch, wie die Anwohner mit dem Schießplatz leben können. Ein Umbau führe wohl schneller ans Ziel, als auf den ungewissen Ausgang eines Gerichtsverfahrens zu warten.

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