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Für 147 000 Euro 

Sportverein baut neues Fußballfeld

Der SV Haspelmoor ist zurück im Spiel: Mittelfristig kann der Verein wieder mit zwei Fußballfeldern planen. Der Gemeinderat bewilligte einen Zuschuss für die Sanierung eines Spielfeldes.

Hattenhofen – Der SV Haspelmoor ist zurück im Spiel: Mittelfristig kann der Verein wieder mit zwei Fußballfeldern planen. Der Gemeinderat bewilligte einen Zuschuss für die Sanierung eines Spielfeldes.

In Fußballer-Termini gesprochen wäre der SV Haspelmoor schon lange in der Nachspielzeit. Denn ein ganzes Jahr lang war über die Maßnahme im Gemeinderat diskutiert worden. Anfang des Jahres hatte der Verein das Match eröffnet: Weil einer seiner beiden Rasenspielplätze so nass ist, dass dort kein geregelter Spielbetrieb mehr möglich ist, soll er saniert werden. Die Schwierigkeiten treten verstärkt seit dem viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke München – Augsburg auf. Im März und Juli waren Zuschussanträge des SV an die Gemeinde aber abgelehnt beziehungsweise vertagt worden. Einige Räte waren unzufrieden mit den aus ihrer Sicht hohen Kosten.

Deswegen war eine Arbeitsgruppe gebildet worden. Die Teilnehmer hatten mit einem Bodengutachter diskutiert, andere Fußballplätze besichtigt sowie die Finanzen des SV unter die Lupe genommen.

Hans Scherer, im Gremium für die UWG Haspelmoor und zugleich SV-Vorsitzender, präsentierte im Gemeinderat den Kompromissvorschlag der Arbeitsgruppe. Die Baukosten wurden gedrückt auf 147 000 Euro, die Gemeinde gibt 70 000 Euro dazu. 53 000 Euro muss der Verein aufbringen, vom Bayerischen Landessportverband sollen 24 000 Euro an Fördergeldern fließen.

Dass man den Preis senken konnte, liegt laut Scherer an Einsparungen beim Posten Bodenaustausch. Weil der moorige Boden am Sportplatz nicht für ein Fußballfeld geeignet ist, muss der Grund mit mehreren Lagen komplett neu aufgebaut werden. Dafür soll nun auch Aushub aus dem neuen Baugebiet der Gemeinde in Haspelmoor-Ost verwendet werden. Der alte Boden des Spielfeldes wird rundherum zur Anhebung des Geländes verfüllt.

Bei der Qualität der obersten Rasentragschicht macht der Verein Abstriche: Das Verhältnis von Oberboden zu Sand entspricht mit 1:1 dann nicht mehr der DIN.

Mit dieser Ausführung waren die meisten Räte zufrieden und gaben den Zuschuss frei. Der SV bekomme einen passablen Platz, so der Tenor. Für Andi Peter (Dorfgemeinschaft Hattenhofen) waren aber die Folgekosten der Platzpflege nicht vorhersehbar. „Was, wenn nächstes Jahr der Rasenmäher kaputt geht?“, fragte er. Andreas Drexl (Junge Wähler) sagte, in anderen Orten koste die Platzpflege vergleichbarer Anlagen 4000 Euro jährlich. „Das heißt nicht, dass wir, wenn irgendwas ist, gleich zur Gemeinde kommen müssten“, erwiderte Scherer zu diesem Thema. Platzpflege sei die Sache des SV selbst, und der Rasenmäher halte voraussichtlich noch einige Jahre.

Wann wieder der Ball auf dem Platz rollt, ist noch nicht absehbar. Eigentlich wollte man 2018 mit der Sanierung fertig sein.    Fabian Dilger

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