Sie hatten sich viel zu erzählen (v.l.): Alfred Beheim, Ludwig Koschier und Toni Drexler.
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Sie hatten sich viel zu erzählen (v.l.): Alfred Beheim, Ludwig Koschier und Toni Drexler.

Hattenhofen

Trio der Heimatgeschichte kommt zusammen

  • VonDieter Metzler
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Sie alle verbindet die Liebe zur Heimat und deren Geschichten. Nun kamen Ex-Kreisheimatpfleger Toni Drexler, Ludwig Beheim vom Verein Lebensraum Haspelmoor und Ludwig Koschier erstmals zusammen. Koschier, der mittlerweile in Ainring lebt, schreibt Geschichten aus seiner Kindheit und Jugend in Hattenhofen auf.

Hattenhofen – „Du kannst gut erzählen, aber auch gut schreiben“, sagte Drexler zu ihm. „Deine Geschichten sollte man einem größeren Publikum zugänglich machen“, meinte Beheim. „Das könnte ganz gut ankommen bei den Leuten.“

Aufgrund des Lockdowns haben sich die drei älteren Herren im Alter zwischen 65 und 83 Jahren mit einem Jahr Verspätung erst im Gasthaus Eberl in Hattenhofen treffen können. Drexler und Beheim bedauerten sehr, dass sie erst durch die Artikel-Serie im Brucker Tagblatt über die in Hattenhofen verbrachte Kindheit auf Koschier aufmerksam geworden sind. „Es ist wirklich sehr schade, dass wir uns so spät kennengelernt haben“, meinte Drexler. „Ich bin immer neugierig auf Geschichten aus der Heimat.“ Es sei immer schön, solche Heimatgeschichten zu erfahren, aber noch besser, wenn sie niedergeschrieben sind, damit sie nicht verloren gehen und vergessen werden.

Der in Villach geborene Koschier hat seine ganze Kindheit und Jugend in Hattenhofen verbracht. Mit leuchtenden Augen erzählt er beispielsweise von den Tanzabenden im Gasthof Braun in Moorenweis. „Wenn wir uns jetzt hier unterhalten, kommen einfach so viele Gemeinsamkeiten zutage und vor allem Originale, an deren manch merkwürdige Eigenarten wir uns noch mit einem Schmunzeln sehr gut erinnern können“, so Koschier.

Mit 20 Jahren ist er dann des Berufs wegen nach München gezogen. Zurück blieben die schönen Erinnerungen an die Kinder- und Jugendzeit in Hattenhofen. Dieser Lebensabschnitt hat Koschier sehr geprägt und beeindruckt, sagt er. „Das sieht man auch daran, dass ich immer noch jedes Jahr einmal herkomme.“

30 Jahre lang hat er 500 bis 1000 Stichwörter über die Zeit in Hattenhofen gesammelt. Vor zwei Jahren begann er dann, die dazugehörigen Geschichten aufzuschreiben. 40 Seiten hat er inzwischen voll mit seinen Erlebnissen.

Doch wie sollen die Geschichten unter die Leute gebracht werden? Beheim könnte sich vorstellen, sie auf der Homepage des Vereins Lebensraum Haspelmoor zu veröffentlichen. Oder man könnte verschiedene Heftchen herausgeben. Drexler meinte dazu, dass er mal bei seinem Verleger, dem Bauer-Verlag in Thalhofen, nachfragen wolle. Wer weiß, vielleicht kann man dann bald mehr lesen von Koschier und der alten Zeit in Hattenhofen.  

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