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Eine Biogas-Anlage in Reichersbeuern

Hattenhofen

Zustimmung zur Biogasanlage

  • Fabian Dilger
    vonFabian Dilger
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Eine neue Biogasanlage soll in der Gemeinde Hattenhofen entstehen. Wobei „in“ nicht ganz richtig ist: Die Anlage wird außerorts gebaut und ist Vorläufer eines Aussiedlungsprojekts.

Hattenhofen–  Die Anlage soll im Hattenhofener Norden, in Richtung Günzlhofen entstehen, südlich der geplanten B 2-Umfahrung. Dort hat das Landwirts-Ehepaar, das die Anlage plant, schon eine Halle stehen. Das Paar möchte auch mit dem Kuhstall und den notwendigen Silos an den dann zusammenhängenden Standort im Außenbereich ziehen. Derzeit besteht die Hofstelle an der Hauptstraße.

Mit Gülle und Mist

Die Biogasanlage soll mit Gülle und Mist aus dem Betrieb betrieben werden und eine Dauerleistung von 75 Kilowatt haben, eine eher kleinere Dimension. Zur Anlage gehören die Fermenter, in denen das Material vergärt wird, sowie ein Gebäude für das Blockheizkraftwerk und ein Gär-Restlager. Man habe so geplant, dass die Anlage „möglichst weit weg vom Ort“ sei, sagte der Sohn der Bauherren, Alexander Drexl, in der Gemeinderatssitzung. Gerüche im Ort seien aber sowieso unwahrscheinlich, meinte Peter Hillmayr (Dorfgemeinschaft Hattenhofen): „Es wird im Norden gebaut, die Hauptwindrichtung ist Ost-West.“ Auch bei anderen Biogasanlagen in der Gegend erfahre er nie von Problemen, sagte Bürgermeister Franz Robeller (UWG Haspelmoor). „Außerdem leben wir immer noch auf dem Land.“

Stall später

Hans Scherer (UWG/Haspelmoor) fragte, warum die Biogasanlage jetzt schon beantragt werde und nicht als Gesamtpaket mit Stall und Silo. Man wolle möglichst schnell mit der Biogasanlage beginnen, um sich Vorteile bei der staatlichen Förderung zu sichern, sagte Drexl. Der Plan für den Stall komme im nächsten Jahr.

Der Gemeinde ist wichtig, dass die neue Hofstelle nicht in die geplante Trasse zur B 2-Umfahrung eingreift, die irgendwann in Zukunft einmal anstehen könnte. Sonst müsste der Flächennutzungsplan geändert werden.

Andreas Peter (Dorfgemeinschaft Hattenhofen) fragte, ob es nicht besser sei, nördlich der Trasse zu bauen. Dann wäre die Gestaltung nicht durch eine Straße eingeschränkt. Dort habe man aber nicht die ausreichende Fläche dafür, sagte Drexl. 

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