Stoßen gemeinsam auf 25 Jahre Haus Elisabeth an: (v.l.) Bürgermeister Norbert Seidl, Vize-Landrätin Martina Drechsler, Dekan Stefan Reimers, Heimleiter Thomas Behr und Pfarrer Markus Ambrosy. foto: Peter Weber

Haus Elisabeth feiert Grundsteinlegung vor 25 Jahren

Puchheim - Vor 25 Jahren wurde der Grundstein für das Haus Elisabeth gelegt - das wurde jetzt unter anderem von Mitarbeiter, Bewohner und deren Angehörige gefeiert.

In der dem Empfang vorausgehenden Andacht hatte Pfarrer Markus Ambrosy darauf aufmerksam gemacht, dass 25 Jahre nach biblischen Maßstäben keine beeindruckende Zahl sei, aber trotzdem ein guter Grund zu feiern. Für die Menschen seien 25 Jahre allerdings viel Zeit. „Wie viele Gesichter hat dieses Haus gesehen, wie viele Geschichten gehört, Tränen der Freude, öfter wohl der Trauer“, erinnerte der evangelische Pfarrer.

So gehöre es zu den Besonderheiten dieses Hauses, dass keiner seiner Erstbezieher heute noch hier lebe. Und dass die Menschen, die täglich hier arbeiteten, die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens deutlich vor Augen geführt bekämen, sagte Ambrosy. Eines der großen Wunder in den 25 Jahren aber sei, dass sich immer noch Menschen finden würden, die die Pflege von kranken und alten Menschen zu ihrem Beruf machen - beruflich oder ehrenamtlich. „Und für viele ist das viel mehr als ein Beruf, eher eine Berufung.“

Heimleiter Thomas Behr wies beim anschließenden Empfang darauf hin, dass das Pflegeheim im Verhältnis zum Lebensalter seiner Bewohner mit 25 Jahren zwar noch jung sei, als Immobilie aber doch schon im Alterungsprozess. Da brauche es etwas Fürsorge, sprich: Es besteht Sanierungsbedarf. Auf Nachfrage zählte er mehrere Baustellen auf: So müsse unter anderem die Spülstraße in der Küche erneuert, die Heizung mit der Warmwasserversorgung optimiert sowie die Balkone und die Fassade saniert werden. Das sind Aufgaben für die Stadt, der das Gebäude gehört (siehe Kasten). „Wir sind dabei“, sagte Bürgermeister Norbert Seidl zu dem von der Heimleitung gewünschten Facelifting, bat aber im gleichen Atemzug um etwas Geduld bei der Umsetzung. Das Haus gehört der Stadt Puchheim. Träger ist die Diakonie Fürstenfeldbruck.

Dekan Stefan Reimers dankte den Mitarbeitern des Hauses für „25 Jahre Dienst am Menschen“. Er warb dafür, derartige Einrichtungen mehr nach außen zu öffnen. Die Häuser sollten lebendig und familienfreundlich sein. Das bedeute, dass man dafür Sorge tragen müsse, dass einerseits die Mitarbeiter Beruf und Familie problemlos vereinen können, andererseits, dass sich auch die Angehörigen der Bewohner in den Einrichtungen wohl fühlen.

Behr wiederum sprach von der Herausforderung, die Pflege wieder zu entbürokratisieren. Denn die 1997 eingeführte Pflegeversicherung habe mit immer neuen Standards und einer zunehmenden Bürokratisierung dafür gesorgt, dass der Zeitdruck zugenommen habe. Das Haus Elisabeth sollen folgende Merkmale auszeichnen: hohe Menschlichkeit und gute Fachkenntnis gepaart mit notwendiger Wirtschaftlichkeit. (sw)

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