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Künstler in Bruck

Haus 10 wird 25 Jahre alt

Fürstenfeldbruck – Seit einem Vierteljahrhundert ist die Kulturwerkstatt Haus 10 in Fürstenfeld Heimat für moderne Bildende und Darstellende Kunst. Es ist ein Forum für Künstler aus der Region und darüber hinaus. Ein Ort, von dem frische Impulse ausgehen und an dem manche Karriere ihren Anfang genommen hat.

Rund 75 000 Besucher sind seit 1991 durch die Räume gewandert und haben in 234 Ausstellungen die Werke von 800 Künstlern betrachtet. In den kommenden Wochen feiert das Haus 10 sein 25-jähriges Jubiläum mit einer Reihe von Veranstaltungen und Aktionen.

Allererste Werke werden wieder ausgestellt

Im Rahmen einer Dokumentation wird zurückgeblickt auf die wichtigsten Ereignisse der vergangenen 25 Jahre. Gezeigt werden Werke aus der allerersten Ausstellung von 1991 sowie Fotos und Schriftstücke, die einen Eindruck vermitteln von den „endlosen Verhandlungen und dem ganzen Hickhack, bis die Förderung kam“, erinnert sich Christine Helmerich, Vorsitzende des Organisationsausschusses der Kulturwerkstatt.

Die Einweihung mit der damaligen Bürgermeisterin Eva-Maria Schumacher (l.)

Zwei Jahre dauerte es, die Nutzungsverträge zwischen der Stadt und den beiden Trägervereinen von Haus 10, der Interessengemeinschaft Kultur und der Künstlervereinigung Fürstenfeldbruck, auszuarbeiten. Seither fließen regelmäßig Zuschüsse. Mit Fördergeldern des Freistaats entstanden außerdem eine Druck- und eine Bildhauerwerkstatt. Beide werden im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen einen Tag lang Interessenten aller Altersgruppen, mit und ohne Vorkenntnissen, offenstehen. Christine Helmerich sieht das Haus als Forum für „Kultur, die von unten wächst“. Angetreten mit dem Vorhaben, die Kunst im Landkreis zu verankern und Anlaufstelle für regionale und auswärtige Künstler zu sein, ist das Haus 10 mittlerweile eine feste Größe in Bayerns Kulturlandschaft.

Berühmte Schauspieler zu Gast

Dazu hat nicht zuletzt das erfolgreiche Zusammenspiel von Bildender und Darstellender Kunst beigetragen. Seit 1997 gibt es die Kulturcafés als Forum für Vortragsreihen und Lesungen, Film- und Performancekunst. Hier waren bereits namhafte Schauspieler wie Wolf Euba, Sophie von Kessel und Stefen Hunstein zu Gast – letzterer wird im Juni zu einer Lesung wiederkommen. Seit 2005 gibt es als weitere Facette die Werkstattkonzerte, die in Zusammenarbeit mit der Münchner Gesellschaft für Neue Musik organisiert werden.

Künstler wollen Skulpturen aufstellen

Zum Jubiläum wollen die Künstler in der ganzen Stadt ihre Spuren hinterlassen. Im Rahmen eines Bildhauer-Symposiums sollen unter anderem an verschiedenen Stellen an der Amper Skulpturen entstehen. Weitere spannende Pläne gibt es bereits. So sollen einige ausgefallene Projekte folgen. Was genau, verrät das Team vom Haus 10 allerdings noch nicht. Nur so viel: Es könnte brachial werden. (os)

 

Das Programm

Für das Jubiläum gibt es ein eigenes Programm. Am Freitag, 3. Juni, 19.30 Uhr, wird der Festmonat mit der Dokumentation „25 Jahre Kulturwerkstatt Haus 10“ eröffnet. Ausstellungsdauer ist bis Sonntag, 12. Juni. Am 4. Juni, 16 Uhr, macht die IG Kultur ihr Grillfest, am 5. Juni, 18 Uhr, gibt es ein Werkstattkonzert mit Oliver Klenk (Klarinette) und Kai Wangler (Akkordeon). Sie spielen zeitgenössische Werke.

Am Samstag, 11. Juni, 10 bis 16 Uhr, ist der Tag der offenen Werkstätten. Erwachsene und Kinder können in die Bildhauer- und die Druckwerkstatt hineinschnuppern. Die Eröffnung der Ausstellung „Kunst.Heimat“ ist am Freitag, 17. Juni, 19.30 Uhr. 27 Mitglieder der Brucker Künstlervereinigung zeigen Werke, die ihre Beziehung zum Haus 10 darstellen.

Ausstellungsdauer ist bis 3. Juli. Am 24. Juni, 20 Uhr, liest Stefan Hunstein aus dem Roman „Alte Meister“ von Thomas Bernhard und am Samstag, 25. Juni, 16 Uhr, werden die Skulpturen eingeweiht, die im Rahmen des Bildhauer-Symposiums entstanden sind. Ein weiteres Werkstattkonzert mit Frank Reinecke (Kontrabass) und Helge Slaatto (Geige) ist am Sonntag, 26. Juni. Abschließend liest Lilian Loke am Samstag, 2. Juli, 20 Uhr, an der Kulturnacht, aus ihrem Debütroman „Gold in den Straßen“.

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