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Auf der Suche nach dem Dschungelpapst: Gemeindereferentin Barbara Maurus spielte die Moderatorin. Den Prüfungen stellen mussten sich unter anderem Diakon Benno Saruba (stehend) sowie Pfarrer Andreas Christian Jaster (im Liegestuhl) und Pastoralreferent Christian Kube.

Josefifeier in Germering

Heitere Suche nach dem Dschungelpapst

Germering – Was den Politikern ihr Starkbierfest ist, das ist den Gläubigen der Stadtkirche Germering ihre Josefifeier. Zum Derblecken braucht es nicht einmal einen Krügelredner, das übernahm das Seelsorgeteam traditionell wieder selbst – sehr zur Erheiterung der fast 130 Besucher im ausverkauften St.-Martin-Saal.

Schon vor dem Auftritt der Stadtkirchen-Seelsorger gab es für die Besucher aus den drei Stadtkirchen-Gemeinden St. Cäcilia, St. Martin und St. Johannes Bosco einiges zu lachen. So verlasen und kommentierten Bruno Baier und Walter Pawlik ein fingiertes Rundschreiben des Kardinals Reinhard Marx zur drohenden Abschaffung des Bargeldes. In diesem riet der Kirchenobere seinen Pfarrern schon jetzt, für die Sammlung der Kollekte an jede Sitzbank in der Kirche einen EC-Kartenleser anzubringen. Vorteil: „Das Aufkommen der Hosen- und Mantelknöpfe aus den Klingelbeuteln wird in den Pfarreien auf Null sinken“, so Baier.

Zum dieser Tage viel diskutierten Thema Integration gab’s von der Martinsbühne danach Bayerisch-Unterricht, und zwar „für alle Zuagroasten“ und – liebevoll gemeint – „Saupreiß’n“. In gespielten Witzen brachten die Darsteller den Besuchern die Eigenheiten des bayerischen Dialekts, aber auch der Bayern an sich näher. So braucht sich ein Amerikaner, der in der Isar ertrinkt und mit einem lauten „Help me!“ nach Hilfe ruft, nicht wundern, wenn er zur Antwort bekommt: „Des host jetz davo. Hättst liaba schwimma ois Englisch g’lernt.“

Den Zuschauern gefiel der Auftritt des Seelsorgeteams. Zuvor hatte schon ein fingiertes Rundschreiben des Kardinals Marx zur drohenden Abschaffung des Bargeldes und der Bayerisch-Unterricht der Martinsbühne für Zuagroaste für Lacher gesorgt.

Höhepunkt des Abends war aber der Auftritt des Seelsorgeteams, das in bester Dschungelcamp-Manier den Dschungelpapst zu küren gedachte. Gemeindereferentin Barbara Maurus schickte als Abbild der Moderatorin Sonja Zietlow insgesamt vier Kandidaten ins Rennen: Pfarrer Andreas Christian Jaster, Diakon Benno Saruba sowie die Pastoralreferenten Christian Kube und Ludwig Schäfer. Jaster bewies dabei nicht nur Gesangs-, sondern auch Schauspieltalent. Sein entrüstetes, beinahe ungläubiges „Wer soll’s denn sonst machen?“ auf die Frage, warum er denn Papst werden wolle, nahm man dem Geistlichen jedenfalls sofort ab.

Und auch in den Dschungelprüfungen nahmen sich die Kirchenmänner alles andere als ernst. So ordnete Jaster eine in einen dicken Mantel gehüllte Kirchgängerin natürlich ganz eindeutig der (meist recht kalten) Cäcilienkirche zu. Saruba durfte sich über die Begeisterungs-Offensive seines Pfarrgemeinderats in der St.-Johannes-Bosco-Gemeinde lustig machen. Und auch die Feierkultur in St. Martin bekam ihr Fett weg, als Schäfer voller Begeisterung bei der im TV meist gefürchteten Essensprüfung einen leckeren Schweinebraten mit Dunkelbiersoße vertilgen durfte.

Doch wer wurde nun nach den ganzen Herausforderungen Dschungelpapst? Keiner. Denn als es daran ging, als letzte Dschungelprüfung eine Stunde Dienst unter Kardinal Marx zu leisten, rief das Quartett im Chor: „Ich bin ein Seelsorger, holt mich hier raus!“

Andreas Daschner

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