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Die Eröffnung des Familienstützpunktes wird auch von den Eltern und Kindern des deutsch-arabischen Treff „Let’s play“ sowie von der Eltern-Kind-Gruppe des Opstapje-Projekts gefeiert. 

Stützpunkt

Hier wird Familien rundum geholfen

Im ersten Familienstützpunkt des Landkreises gibt es ab sofort unkomplizierte Beratung und Unterstützung. Doch das ist erst der Anfang. Geplant sind landkreisweit sieben weitere dieser Einrichtungen.

Fürstenfeldbruck – Wo finden Alleinerziehende Hilfe? Wo finde ich Beratung zur Kindererziehung? Welche Angebote gibt es für Familien mit Kindern? Antworten auf diese Fragen finden Eltern mit ihrem Nachwuchs ab sofort im ersten Familienstützpunkt des Landkreises im Stadtteilzentrum West, Am Sulzbogen in Fürstenfeldbruck. Träger ist die dort seit fast 40 Jahren etablierte Elternschule. Finanziert wird die Einrichtung vom Landratsamt und dem bayerischen Familienministerium.

Der Stützpunkt wurde gestern eröffnet – und das nicht zu spät, wie Landrat Thomas Karmasin anmerkte. „Normalerweise heißt es ja: Amerika und Fürstenfeldbruck first“, sagte der Chef der Kreisbehörde in Anlehnung an eine Aussage des neuen US-Präsidenten Donald Trump. Bei den Familienzentren in Bayern habe man im Kreis dagegen noch Nachholbedarf. „In Bayern gibt es bereits 85 dieser Stützpunkte, aber wir holen auf.“

Das Angebot soll es bald flächendeckend geben. Insgesamt sind acht Zentren im Landkreis geplant, das nächste wird wohl demnächst im Puchheimer Kinderreich öffnen. Karmasin erinnerte an das Sprichwort „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen.“ Diese dörflichen Strukturen und auch die althergebrachte Vorstellung von Familie gebe es heute vielerorts aber nicht mehr. „Das müssen wir auffangen“, sagt der Landrat. Der Familienstützpunkt soll als ortsnaher, einfach zu erreichender und kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Familie fungieren.

Auch Brucks amtierender Bürgermeister Erich Raff freut sich, dass der Stützpunkt eröffnet wurde. „Er ist ein Gewinn für die Zukunft unserer Kinder und Familien“, sagte er.

Vor allem die Vernetzung mit anderen sozialen Einrichtungen hat sich der Familienstützpunkt auf die Fahnen geschrieben, wie Dekan Stefan Reimers vom Diakonischen Werk, dem die Elternschule angehört, erklärt. „Es ist wichtig, Kontakte herzustellen, denn viele Familien wissen gar nicht, welche Angebote es für sie im Landkreis gibt“, sagte Reimers.

Auch die Leiterin Martina Hübner baut auf diese Lotsenfunktion und eine Vernetzung der Angebote. Auf diesem Weg sollen auch neue Programme bedarfsgerecht geschaffen werden. „Wir bieten künftig zusammen mit anderen sozialen Einrichtungen einen Monat mit speziellen Angeboten für Väter an“, kündigt Hübner an.

Außerdem soll es künftig eine Alleinerziehendengruppe geben. Als Symbol des Familienzentrums auf dem von Karmasin und Joachim Bucher, Geschäftsführer des Diakonischen Werks, enthüllten Eingangsschild dient übrigens eine Hand. „Sie spendet Schutz und Trost und mit ihr lernen Kinder, die Welt sprichwörtlich zu begreifen“, sagte Hübner.

Von Andreas Daschner

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