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„Schauen Sie, Herr Landrat!“ Wie die neue CNC-Drehmaschine der Berufsschule funktioniert, zeigte Gerhard Hierhammer (Fachbereichsleiter für Metalltechnik, M.) Thomas Karmasin (l.). Auch Rektorin Andrea Reuß freut sich über das neue Gerät, die „ecoTurn 310“. 

Hightech-Gerät erweitert Maschinenpark an Berufsschule

Fürstenfeldbruck – In der Brucker Berufsschule steht seit einigen Tagen ein Stück Hightech. Der Landkreis hat eine CNC-Drehmaschine angeschafft. Aus Kostengründen ist das 150 000 Euro teure Gerät aber nur geleast.

In nur fünf Minuten schaffte es die „ecoTurn 310“, aus einem Aluteil ein Stück filigraner Maschinenbaukunst zu produzieren. Da staunte auch Landrat Thomas Karmasin, der nur 15 Minuten für seinen Besuch erübrigen konnte.

Auch für die Berufsschüler, die angehenden Feinwerk-, Industrie- oder Zerspanungsmechaniker, war es eine Premiere an der computerisierten Drehmaschine. „CNC“, erklärte Gerhard Hierhammer, Fachbereichsleiter für Metalltechnik, „heißt Computerized Numeric Control“. Die Mechaniker können Befehle in die Maschine einprogrammieren. Diese setzt das Geforderte dann um.

Dabei arbeitet die ecoTurn 310 präziser und ökonomischer als konventionelle Drehmaschinen. „Das ist mittlerweile gängiger Standard im Handwerk und der Industrie“, sagte Fachlehrer Richard Hudec. Deshalb freue er sich über die neue Anschaffung. „Sie war unabdingbar“, sagte auch Gerhard Hierhammer bei der Vorstellung. Denn die anderen Lehrmaschinen sind teilweise 20 Jahre alte konventionelle Dreh- und Fräsmaschinen.

Dass das neue Hightech-Teil geleast ist, hat folglich nicht nur Kostengründe. „Wir behalten sie fünf Jahre und dann schauen wir uns nach etwas Neuerem um“, so Hierhammer. Auch die bereits vorhandene CNC-Fräsmaschine ist nur geleast. Diese produziert eckige Teile – im Gegensatz zur neuen Drehmaschine, die runde Endprodukte fertigt. Dazu rotiert das sogenannte Werkstück mit bis zu 5000 Umdrehungen pro Minute. Bei der Fräsmaschine ist der Rohling dagegen fest in den Schraubstock eingespannt, während das Werkzeug Späne von den Kanten wegnimmt.

In Zukunft wird pro Unterrichtseinheit immer eine Klasse mit der Neuanschaffung arbeiten. Im Schnitt sind das 30 Schüler. Vor allem diejenigen, die im Betrieb noch keine CNC-Maschinen haben, sollen davon profitieren. Und für ein fertiges Stück müssen die Azubis ganz schön schuften. Denn bis ein einziges Teil fertig ist, müssen schon mal an die 1000 Befehlssätze einprogrammiert werden. 

Johannes Thalmayr

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