Interkommunales Konzept

Hochwasserschutz: Skepsis in Alling

Die Auftragsvergabe für ein gemeinsames Hochwasserschutzkonzept mit vier Nachbarkommunen ist im Allinger Gemeinderat nicht auf ungeteilte Zustimmung gestoßen.

Alling – Vize-Bürgermeister Johann Schröder (CSU) warnte in einer kurzen Diskussion zu diesem Thema davor, dass durch die 200 000 Euro teure Detailstudie gerade in den Großgemeinden Erwartungen zum Überschwemmungsschutz geweckt werden könnten, die nicht einzuhalten seien.

Das Gremium stimmte dennoch für die gemeinsame Vereinbarung mit den Starzelbach-Nachbarn Eichenau und Olching sowie Gröbenzell und Puchheim, die sich der kommunalen Arbeitsgemeinschaft erst nachträglich angeschlossen haben. Das Wasserwirtschaftsamt hatte zu einer Gesamtbetrachtung geraten, bei der auch Ascher- und Gröbenbach berücksichtigt werden.

Erwartung der Skeptiker ist, dass die Gutachter vor allem für die kleinste der fünf Kommunen neue Retentionsflächen vorschlagen. In Alling Überschwemmungsgebiete einzurichten ist zwar zweckmäßiger als bei den Unterliegern. Man sei in dem Verbund aber auch „kleinster und schwächster Partner“, meinte Schröder: „Wir müssen schon aufpassen, was da rauskommt und wer das tragen muss.“ Auch Hubert Winkler (SPD) erwartet, dass die Gemeinde „breite Schultern“ zeigen müsse.

Dass das Wasser abwärts fließt, Geld zur Bereitstellung von Rückzugsflächen aber auch die andere Richtung nehmen kann, glaubt dagegen Bürgermeister Frederik Röder (CSU). Er unterschied zwischen „Verursacherprinzip und Bezahlprinzip“. Alling sei ohnehin nicht der Verursacher, korrigierte Winkler. Denn der Regen komme von oben.

Von den Gesamtkosten für die Untersuchung tragen die fünf Kommunen dank staatlicher Förderung nur ein Viertel. Und das zu gleichen Teilen. (op)

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