Aus einem Holzklotz fertigt Markus Heggl eine Skulptur. Hier entsteht eine Eule. Mit der Spitze seiner Kettensäge ritzt er kleine Kerben ins Holz, das Gefieder. Foto: osman

Holz, Wild und Wald hautnah erleben

Türkenfeld - Der Türkenfelder Bauern- und Handwerkermarkt geht am Freitag in die zweite Runde - und lockt wieder mit einer besonderen Attraktion.

Die Kettensäge dröhnt, Holzspäne fliegen durch die Luft. Behutsam berührt Markus Heggl mit der Spitze der Säge den Klotz, der vor ihm steht, und ritzt kleine Kerben ins Holz. Die Zuschauer, die ihn fasziniert beobachten und mit dem Handy fotografieren, können längst erkennen, was für eine Skulptur hier entsteht: eine Eule.

Die Kettensägen-Künstler Markus Heggl und Bernhard Winterholler gehören zu den Attraktionen des diesjährigen Bauern- und Handwerkermarkts in Türkenfeld. Während Heggl noch das Gefieder seiner Eule gestaltet, lässt Winterholler die Flamme eines Bunsenbrenners über das Eichhörnchen gleiten, das er an diesem Nachmittag aus einem Baumstamm geschält hat. „Die Skulptur wird abgeflammt, damit die Struktur des Holzes besser herauskommt“, erklärt der 49-Jährige.

Handwerk hautnah erleben ist Teil des Konzepts, mit dem Veranstalter Robert Müller seinen Markt zum erfolgreichen Familien-Event gemacht hat. Die Produkte, die an den Ständen angeboten werden, sollen so weit wie möglich selbstgemacht beziehungsweise aus Naturmaterialien sein. Zum diesjährigen Schwerpunkt „Holz, Wild und Wald“ gehört unter anderem ein Besuch von Mitgliedern des Münchner Drechsler-Stammtisches, die vor den Augen der Besucher kleine Holzkreisel formen.

„Etwa ein Viertel der Standler sind neu“, sagt Müller. „Das will ich auch.“ Einige hat er über den Türkenfelder Wochenmarkt kennengelernt, den er als Gemeinderatsreferent betreut. Neu ist in diesem Jahr außerdem der Skulpturen-Weg, der an einem kleinen Weiher mit Fontäne vorbeiführt. Hier zeigt der Münchner Tom Schuster seine Gartenskulpturen aus Kupfer, die er in vierter Generation im Familienbetrieb herstellt.

Kinder bekommen schon große Augen, bevor ihre Eltern mit ihnen den Kassenbereich passiert haben. Vor dem Eingang zum Gelände wird Kamel-Reiten angeboten. Am anderen Ende steht eine Strohburg zum Klettern und Springen. „Niemals“, sagt Müller, „käme mir eine Plastik-Hüpfburg her.“ (os)

Der Markt findet noch einmal am kommenden Freitag, 3. Oktober, von 10 bis 18 Uhr statt.

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