Der Kinderhort Mogli bietet seit vielen Jahren Kindern aus unterschiedlichsten Kulturkreisen eine Heimat. tb-Foto: Hammerl

Vor 40 Jahren eröffnet

Hort Mogli fordert und fördert Kinder

Puchheim - Vor 40 Jahren wurde an der Grundschule Süd in Puchheim ein Kinderhort eröffnet. Dieses Jubiläum wurde jetzt gebührend gefeiert. Vor allem in den letzten Jahren hat sich die Einrichtung, die seit 25 Jahren von der Arbeiterwohlfahrt unter dem Namen Mogli geführt wird, stark verändert.

Ulrich Hammerl ist seit 2012 Leiter der Einrichtung und war vom damaligen Zustand nicht gerade begeistert. „Als ich den Hort übernommen habe, war er ziemlich am Boden und fertig. Damals waren 100 Kinder im Hort und nur sechs der 15 Integrationsplätze besetzt“, erzählt er. Heute besuchen nur noch 70 Kinder den Hort. Qualität geht für Hammerl vor Quantität.

Der zahlenmäßige Rückgang war für die Einrichtung ein großer Fortschritt. Wo früher das offene Konzept galt, gibt es jetzt kleinere Gruppen. Der Mensabetrieb wurde aufgelöst und die Mädchen und Buben kochen ihr Essen selbst. Die Firma Dennree unterstützt die Entwicklung zu einer bewussteren Ernährung und spendet zusammen mit der Filiale Denns Biomarkt in Gröbenzell jede Woche einen Korb voll Bio-Äpfel.

Große Unterstützung bekommt der Hort auch von der Grundschule Süd und der Stadt. Und in den vergangenen zwei Jahren haben der Softwarehersteller SAP und die AWO-Stiftung „Ehrenamt lohnt“ insgesamt 11 000 Euro an den Hort gespendet, um die Kinder beim Lernen zu unterstützen. Durch Logopäden und Lerntherapeuten sollen auch Kinder mit Migrationshintergrund die Chance bekommen, im Alltag und in der Schule besser zurechtzukommen.

In Zusammenarbeit mit Magarita Ruppel vom Gesundheitszentrum Olching wurde dieses Projekt zur Sprachförderung ins Leben gerufen. Damit sollen die Kinder unterstützt und vorbereitet werden für den Übertritt an die entsprechenden Schulen nach der 4. Klasse.

Derzeit besuchen 38 deutschsprachige und 32 Mädchen und Buben mit Migrationshintergrund den Hort. Viele von diesen Kindern sind traumatisiert und erhalten deshalb nicht nur besagte Sprachförderung, sondern auch die Chance auf Therapie-Sitzungen. „Inklusion wird bei uns groß geschrieben. Deshalb finden die Therapien bei uns auch in Gruppen statt“, erklärt Hammerl dazu.

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