Hunde reißen Rehe: Ein qualvoller Tod

Moorenweis - Tief in den Wäldern im westlichen Landkreis reißen freilaufende Hunde immer wieder Rehe.

Die Tiere verenden meist qualvoll. Die Suche nach den verantwortlichen Hundebesitzern aber ist oft schwierig, wenn nicht unmöglich. Ein Jagdpächter schlägt Alarm.

Ein Reh mit riesiger klaffender Wunde im Bauch, ein anderes mit nahezu abgetrenntem Kopf - diese traurigen Funde hat Felix von Nolting in den letzten Monaten im Wald zwischen den Moorenweiser Ortsteilen Purk und Langwied gemacht. Der Jagdpächter ist sich sicher, dass die Rehe von Hunden gerissen wurden.

Er appelliert an die Besitzer, besser auf ihre Vierbeiner Acht zu geben - gerade jetzt im Frühjahr, wenn in den Wäldern Rehkitze und junge Hasen zur Welt kommen. „Es ist nicht erlaubt, Tiere zu quälen“, sagt von Nolting. Genau das passiere aber, wenn ein Wildtier von einem Hund gehetzt und getötet oder - schlimmer noch - schwer verletzt wird und langsam verendet. Der Hundebesitzer verstößt in diesem Fall gegen das Tierschutzgesetz und begeht Wilderei, denn rein rechtlich darf nur der Jagdpächter in seinem Revier Wildtiere erlegen. Nebenbei entsteht dem Pächter auch noch ein materieller Schaden. „Aber darum geht es mir nicht“, sagt der 45-Jährige. Auch nicht darum, Hundehalter aus dem Wald fernzuhalten. „Jeder soll die Natur genießen können, sie gehört uns ja allen.“

Aber das Leiden der Wildtiere treibt den Jagdpächter um. Er hat deshalb die Polizei eingeschaltet. Tief im Wald hat er außerdem Fotofallen aufgestellt (siehe Kasten). Der Pucher hat keinen Zweifel daran, dass die beiden toten Rehe auf das Konto von Hunden gehen. Dies sei an den Wunden eindeutig zu erkennen. „Sowas schafft kein Fuchs und kein Wildschwein.“

Dass sich in den Wäldern um Moorenweis ein Wolf tummeln könnte, hält er für ausgeschlossen. „Der würde die Beute ins Gebüsch zerren und zumindest teilweise auffressen.“ Ihn würde ja der Hunger treiben und nicht die reine Jagdlust, so von Nolting. Er appelliert an die Hundebesitzer, ihre Tiere jederzeit unter Kontrolle zu behalten. „Nicht einfach die Haustür aufmachen und den Hund rauslassen, oder sich beim Spaziergang nichts dabei denken, wenn der Hund im Gebüsch verschwindet und nach einer Viertelstunde glücklich wiederkommt“, empfiehlt er.

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