Hybrid-Busse kommen im Winter

Fürstenfeldbruck - Der Landkreis setzt ab diesem Winter zumindest auf einer Linie auf Hybrid-Busse.

Weniger Abgase und Lärm an den Haltestellen, mehr Komfort unterwegs für die Fahrgäste und einen Beitrag zum Klimaschutz - all das verspricht sich der Landkreis von den neuen Hybridbussen, die vom kommenden Winter an die Linie 840 bedienen sollen.

Ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember werden auf der Route zwischen Brucker und Buchenauer Bahnhof drei Busse des Fahrzeugherstellers Volvo mit einem sogenannten Parallel-Antrieb aus herkömmlichem Verbrennungsmotor und Elektromotor verkehren.

Damit wird erstmals im MVV-Regionalbusnetz eine gesamte Linie im regulären Verkehr mit solchen Fahrzeugen ausgestattet. Bisher gab es nur Pilotprojekte.

Die zwölf Meter langen Busse des Modells 7900H mit 36 Sitz- und 40 Stehplätzen sollen nach Herstellerangaben mit 39 Prozent weniger Treibstoff auskommen als der traditionelle Diesel. Bei ersten Testfahrten vor zwei Jahren zeigte sich, dass die Busse über mehrere hundert Meter Strecke und insbesondere beim Anfahren von den Haltestellen ausschließlich mit Elektromotor unterwegs sein können. Diese emissionsfreie und geräuscharme Abfahrt kommt mithin auch Anwohnern zugute.

Die Strecke zwischen den beiden Bahnhöfen in der Stadt mit ihren vielen Haltestellen und dem oft dichten Verkehr eignet sich nach Meinung der Kreis-Nahverkehrsplaner besonders für einen Hybridbus-Einsatz. Außerdem kann der Vorplatz des Buchenauer Bahnhofs, eigentlich eine Fußgängerzone, leise und geruchlos befahren werden. Sollte sich das Modell bewähren, wäre aber auch eine Ausdehnung auf weitere Bus-Linien im Landkreis denkbar.

Zuletzt hatte es Irritationen gegeben, nachdem bei einem derartigen Pilotprojekt im Landkreis München nicht alle Erwartungen erfüllt werden konnten. Die dort teilweise schon seit sieben Jahren eingesetzten Busse seien inzwischen aber technisch überholt, heißt es im Landratsamt. (op)

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