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Sie ist die neue Streetworkerin: Laura Brenner ist überall unterwegs, wo Jugendliche anzutreffen sind. Die 24-Jährige bietet unbürokratische Hilfe an. 

Ihr Büro ist die Straße: Als Streetworkerin in Bruck unterwegs

Fürstenfeldbruck –Rund ein Jahr lang war die Stelle unbesetzt, jetzt hat die Stadt wieder eine Streetworkerin. Laura Brenner (24) ist auf der Straße unterwegs und kümmert sich dort um Jugendliche. Für sie ist es ein Traumjob.

 „Immer nur im Büro sitzen, das war noch nie mein Fall“, sagt Laura Brenner und lacht. Die 24-Jährige hat einen wohl eher ungewöhnlichen Arbeitsplatz. Nämlich die Straße. Brenner ist die neue mobile Jugendsozialarbeiterin der Stadt. Seit Ende 2016 ist sie in ganz Bruck unterwegs.

Ihre Aufgabe ist es Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 27 Jahren anzusprechen, sich vorzustellen und bei kleineren und größeren Problemen zu helfen, wo sie kann. „Es ist eine sehr sensible Arbeit, ich möchte, dass mir die Jugendlichen vertrauen können, daher ist für mich die Akzeptanz besonders wichtig. Alles findet auf freiwilliger Basis statt“, erklärt sie.

Auch ihre Arbeitszeiten sind eher ungewöhnlich. Im Einsatz ist Brenner immer ab Nachmittag bis in die Nachtstunden. „So lange es eben nötig ist.“ Brenner kommt ursprünglich aus Ratingen bei Düsseldorf. Studiert hat sie soziale Arbeit in Essen. „Nach Bayern zu kommen war schon immer mein Traum. Deshalb habe ich mich auf diesen Posten beworben.“

Ein Jahr lang war die Stelle vakant. „Sie war ausgeschrieben, aber es haben sich wenig Leute darauf beworben und die paar Bewerber die wir hatten, waren nicht ausreichend qualifiziert“, sagt Gernot Welsch (42), Leiter des Jugendzentrum-West an der Cerveteristraße. Er hat Brenner eingestellt.

Die mobile Jugendarbeit, kurz MOJA, ist an die beiden Jugendzentren West und Nord angegliedert. Bisher übernahmen dort neun Mitarbeiter die Aufgabe. „Aber nicht alle Kids gehen gerne in Jugendzentren, viele bevorzugen den öffentlichen Raum. Auch dort möchten wir Hilfestellung anbieten“, sagt Brenner. Die Probleme können unterschiedlich aussehen. „Es muss nicht immer gleich ein riesen Drama sein, oft geht es einfach um Liebeskummer oder etwa Probleme beim Schreiben von Bewerbungen.“

Erste Erfolge im Umgang mit den Brucker Jugendlichen können sich sehen lassen. „Zwar bin ich gerade noch dabei mich in den Gruppen zu etablieren und Vertrauen aufzubauen, manchmal werde ich aber auch schon angerufen. Wenn die Jugendlichen dann mit ihren Problemen zu mir kommen, freut mich das natürlich besonders.“ Manchmal geht es auch darum, weiterführende Angebote zu vermitteln. „Wir bieten Hilfestellung in jeden Lebenslagen an, aber auch wir kennen unsere Grenzen.“

Damit in Zukunft noch umfassender geholfen werden kann, hat OB-Kandidat und SPD-Fraktionsvorsitzender Philipp Heimerl (26) angekündigt, einen Antrag in der nächsten Sitzung des zuständigen Ausschusses zu stellen. Er will sich dafür einsetzen, dass noch eine Stelle in der mobilen Jugendarbeit geschaffen wird. „Wir sehen durchaus Bedarf.“ (mg)

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