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Schülerzahlen

Immer mehr Schüler von Auswärts

Während die Schüler ihre Ferien genießen, laufen im Hintergrund die Planungen für das kommende Schuljahr weiter. Die Kreisverwaltung hat jetzt Zahlen vorgelegt – mit einem überraschenden Aspekt.

Die Eingangsschülerzahlen an den Realschulen und den Gymnasien für das Schuljahr 2018/19 steigen im Durchschnitt im Vergleich zum Vorjahr an. Das bestätigen die vorläufigen Zahlen, die im Kreis-Ausschuss für Kultur, Freizeit und Sport vorgestellt wurden. Auffällig bei den Gymnasien ist der Zuwachs an sogenannten Einpendlern. Das sind Schüler, bei denen der Schulort nicht dem Wohnort entspricht.

Vorläufig sind die Zahlen deshalb, weil zwar der Abschluss des Probeunterrichts bereits berücksichtigt wurde, aber noch nicht die Mittelschüler, die zum neuen Schuljahr auf eine weiterführende Schule gehen wollen. Eine endgültige Anmeldezahl gibt es am 1. Oktober.

Bis Mai lagen an den Realschulen bereits 493 Anmeldungen vor. Damit sind sie minimal zum Vorjahr (473) angestiegen. Spitzenreiter bei den Realschulen in Sachen Neuanmeldungen für das kommende Schuljahr ist mit 136 jungen Menschen die Realschule Maisach. Weil aber auch im Schuljahr 2018/19 wieder Räume der Mittelschule genutzt werden können, besteht aktuell kein Kapazitätsproblem. Einen geringen Rückgang wird hingegen erstmals die Realschule in Puchheim verzeichnen müssen. 128 (132) Anmeldungen liegen dort bislang vor.

Ebenfalls zunehmen wird die Eingangsschülerzahl an den Gymnasien. Sie liegt mit 1076 (980) in etwa so hoch, wie von den Experten prognostiziert. Die Mehrzahl der 196 Einpendler, die nächstes Schuljahr auf ein Landkreis-Gymnasium wechseln, wollen auf die zwei Germeringer Bildungsinstitute. Einen sehr hohen Zulauf erhält das Gymnasium Gröbenzell mit 207 (164) Schülern. Hier wird die Prognose deutlich übertroffen. Angestiegen ist dabei speziell der Schüleranteil aus Maisach und Olching. Außerdem wählten auch mehr Gröbenzeller Schüler das Gymnasium am Ort, was wiederum Auswirkungen auf die Anmeldungen am Gymnasium Puchheim hat. Allerdings erreicht die Schule immer noch Normalniveau bei den Neueinschreibungen.

Unterhalb seiner Kapazität bleibt hingegen nach wie vor das Gymnasium Olching, obwohl sich dort mit 127 Schülern sogar etwas mehr als im Vorjahr angemeldet haben. Damit es insbesondere aufgrund des G9-Aufbaus nicht zu Über- und Unterbelegungen im gymnasialen Bereich kommt, müsse auf eine ausgewogene Schülerverteilung geachtet werden, hieß es in der Beschlussvorlage des Ausschusses.

Kritik übte Klaus Quinten (BBV), ehemaliger Gymnasial-Lehrer, an der Übertrittsquote aufs Gymnasium. Sie sei mit 47 Prozent zu hoch. „Für einen Teil der Schüler ist das die falsche Schule.“ Dagegen sagte Johann Thurner (FW), man brauche einen hohen Bildungsstandard. Andreas Lohde (CSU) merkte an, dass sich der Landkreis darauf konzentrieren sollte, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen. „Wir müssen versuchen, im Wettbewerb mit anderen Bundesländern mitzuhalten.“

Sebastian Öl

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