Haushalt

In Maisach: Gebühren für Kindergarten steigen

Maisach - Die Kindertagesstätten in Maisach werden bald teurer. Denn die Kosten für die Gemeinde steigen jedes Jahr – während die Eltern prozentual immer weniger zahlen.

Das Thema landete in den Haushaltberatungen auf dem Tisch. Amtsleiter Peter Eberlein hatte eine Übersicht über die Preise für die Betreuung in Maisach und den Nachbarkommunen vorgelegt. Er betonte: „Wir sollten uns das jedes Jahr anschauen und die Gebühren bei Zeiten anpassen – nicht fünf Jahre warten, sonst wird der Sprung zu hoch.“

Und beim Blick auf die vielen Tabellen wurde den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses schnell klar, dass Maisach um eine Erhöhung nicht herum kommt. Zum einen, weil sich die gemeindlichen Kosten für Kinderbetreuung seit 2011 mehr als verdoppelt haben und Maisach eigentlich jedes Jahr eine neue Kita bauen muss. Zum anderen, weil der Elternanteil stetig sinkt und im Vergleich zu den in anderen Kommunen eher niedrig ist.

Zwei Beispiele: In Maisach kostet die bis zu sechsstündige Betreuung eines Kindergartenkindes 99,50 Euro. Der Spitzenreiter in dieser Tabelle ist Germering mit 178 Euro – mit der Stadt kann sich Maisach nicht vergleichen. Sehr wohl aber mit Moorenweis, wo es 152 Euro sind, mit Grafrath (137 Euro) und Türkenfeld (135 Euro). Maisach liegt auf Platz 16 von 23 Kommunen. Am günstigsten ist die Betreuung in Althegnenberg (83 Euro) und Mittelstetten (84 Euro).

Wieder auf Platz 16 landet Maisach in der Übersicht für die Kindergartenbetreuung bis neun Stunden: Das kostet vor Ort 126 Euro. Die Gebühr spannt sich landkreisweit von 110 (Althegnenberg) bis 221 Euro (Germering).

Im Durchschnitt aller Kitas (Krippe, Kindergarten, Hort) und abzüglich der staatlichen Förderung haben die Eltern im Jahr 2011 rund 27,5 Prozent der Betriebskosten getragen, die Gemeinde 36,1 Prozent. Im Jahr 2015 waren es dann für die Eltern nur noch 20,85 Prozent, für die Gemeinde schon 40,8 Prozent.

Die Gebühren für die Kindergärten sollen also erhöht werden, damit die Aufteilung wieder gerechter wird. Die Eltern werden künftig 25 Prozent der Betriebskosten tragen. Ob die Erhöhung schon zum Start des nächsten Kindergartenjahrs im September erfolgt, wird demnächst der Gemeinderat entscheiden.

Anders sieht es im Bereich der Krippen und Horte aus. Hier fällt der Elternanteil schon bisher höher aus, deshalb muss die Gebühr wahrscheinlich nicht erhöht werden, hieß es im Haupt- und Finanzausschuss.

zag

Rubriklistenbild: © dpa

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