Das Werk ist getan: Dieter Henkel und Schwiegersohn Michael Claus haben das Odelfass in Eigenregie wieder zusammengebaut – eine weitere Attraktion für den Räuber-Kneißl-Weg am Sportplatz in Egenburg (Kreis Dachau).
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Das Werk ist getan: Dieter Henkel und Schwiegersohn Michael Claus haben das Odelfass in Eigenregie wieder zusammengebaut – eine weitere Attraktion für den Räuber-Kneißl-Weg am Sportplatz in Egenburg (Kreis Dachau).

Egenburg

In so einem Odelfass versteckte sich der Räuber Kneißl

Der landkreisübergreifende Räuber-Kneißl-Radweg ist um eine Attraktion reicher. In Egenburg (Gemeinde Pfaffenhofen an der Glonn/Kreis Dachau) wird bald ein restauriertes Odelfass am Sportplatz platziert. In so einem Fass soll sich der Räuber vor Gendarmen versteckt haben.

Egenburg - Dieter Henkel hat mit Schwiegersohn Michael Claus in mühevoller Kleinarbeit ein Odelfass aus dem Jahr 1863 restauriert und wieder zusammengesetzt. Es wird an der Radstation des Räuber-Kneißl-Weges am Sportgelände des VfL Egenburg platziert. Dort befinden sich auch eine Servicestation und ein Rastplatz.

Das Fass – zum damaligen Zeitpunkt in Einzelteile zerlegt – samt Fahrgestell wurde von Hans Dahmen (Bergkirchen) gespendet. Nach der ersten Sichtung folgte für Henkel und Claus die Recherche am PC. Denn wie das Fass im Originalzustand aussah, das wusste ja niemand, da nur Einzelteile am Bauhof angekommen waren.

Fehlende Elemente, wie die Steckachse für die vordere Deichsel, bastelten Henkel und Claus selbst. „I bin a oida Schrauber“, beschreibt der pensionierte Polizeibeamte Henkel seine Leidenschaft. Und mit Claus hatte er den idealen Partner. Claus ist Maschinenbauer, gelernter Schmied und hat auch schon als Schreiner gearbeitet. Zusammen haben die beiden in nur zwei Wochen das alte Odelfass aus dem 19. Jahrhundert wieder hergerichtet.

Doch wie passt ein Odelfass zum Räuber-Kneißl-Weg? Folgendes soll sich im Dezember 1900, nur wenige Tage nach Kneißls Schüssen auf die Gendarmen in Irchenbrunn, ereignet haben: Auf der Flucht vor der Polizei soll sich Mathias Kneißl in einem Odelfass versteckt haben. Der Bauer, auf dessen Hof sich das Fass befand, soll dem Flüchtigen sogar geholfen haben, indem er Kneißl noch einen Odel-Aufguss zukommen ließ, das Fass verschloss und es aufs Feld rollte. Die Gesetzeshüter kamen nicht auf die Idee, dass der Räuber in dem Fass sein könnte. Diese Episode soll sich in der Nähe von Schwabhausen zugetragen haben. SIMONE WESTER

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