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Nähen: Juliane Egert präsentiert die neuesten Nähmaschinen an ihrem Stand.

Freizeit und Lifestyle 

Interior-Messe: Das sind die neuen Wohn-Trends

Was sind die Trends beim Thema Lifestyle und Wohnen? Das Tagblatt hat sich auf der Messe Interior umgehört: Dort kann man sich bei mehr als 50 Ausstellern Ideen für die Wohnung oder die Freizeit holen.

Fürstenfeldbruck – Ambiente, Lifestyle und Wohnen – das ist natürlich ein weit gefasster Begriff für eine Messe. Dementsprechend stehen in Fürstenfeld in der alten Tenne Schreiner neben Friseuren und Innenausstatter neben Sportgeräte-Herstellern. Doch kann man auch die neuesten Trends auf der Intererior erkennen?

Stöbern: Ingrid Fischer sucht etwas für ihre Wohnung.

Man kann, zum Beispiel am Stand der Brucker Firma Stoffe Egert. Dort ziehen, ganz in Weiß, die neuesten Nähmaschinen die Blicke auf sich – ja, „Nähen ist gerade total im Trend“, sagt Inhaberin Juliane Egert. Für sich, für die Kinder, oder zunehmend das eigene Dirndl – die Frauen seien wieder ganz wild darauf. „Es gibt keine junge Frau, die nicht versucht, etwas zu nähen“, sagt Egert. Seit einigen Jahren spüre man hier einen regelrechten Boom. Dabei vermutet Juliane Egert einen kleinen Sprung bei der Zielgruppe: „Ich habe das Gefühl, es hat eine Generation ausgelassen.“ Die Oma hat genäht, die Mama vielleicht nicht mehr, aber die jungen Teenager von heute stürzen sich wieder darauf. Der Grund liegt für Egert in der Uniformität der großen Mode-Ketten und -Marken. Da sehe doch jeder gleich aus, meint sie.

Das Produkt, das an der Nähmaschine herauskommt, hat jedoch etwas vollkommen Unverwechselbares: „Das Nähen hat etwas Individuelles.“ Dabei muss man nicht unbedingt auf die Technik wie zu Großmutters Zeiten zurückgreifen. Das Schmuckstück am Stand von Juliane Egert ist etwa eine High-Tech-Kombimaschine zum Nähen und Sticken für 8500 Euro. Diese besitzt eine eingebaute Kamerafunktion, man kann Motive einscannen und es gibt einen vollautomatischen Einfädler.

Leuchten: Richard Thes verkauft Licht-Skulpturen.

Etwas billiger geht es zum Beispiel an den verschiedenen Deko-Ständen zu, wo man exotisch bemalte Decken und Teller entstehen lassen kann. Das ist für Besucherin Ingrid Fischer, die extra aus Olching gekommen ist, aber nicht so interessant, wie sie sagt: „Das passt nicht so in meine Wohnung.“ Sie ist ohne bestimmten Wunsch auf die Interior gekommen und schlendert einfach so herum. „Ich muss etwas sehen und sagen, das passt“, meint sie. Dabei gefällt ihr, dass man auf der Messe bei vielen verschiedenen Ständen stöbern kann und dass eine ganze Bandbreite an Interessen abgedeckt wird.

Das zeigt sich zum Beispiel auch beim Stand von Richard Thes, der mit seiner Firma „Mehr als Licht“ außergewöhnliche Lichtkunst und Skulpturen herstellt. Diese großen, bunten Lampen sind aus Glas und Glasfaser und ohne Ausnahme händisch bemalt. „Jeder Punkt ist mit dem Pinsel aufgetragen“, sagt Thes, der die Firma nebenberuflich betreibt. Die Idee hatte er von einem befreundeten Österreicher. Seit sieben Jahren vertreibt er die ungewöhnlichen Skulpturen auch in Deutschland, deren Elemente teilweise aus Bali stammen. Hier werden sie zum Beispiel in Wintergärten, Hotel-Spas oder klassisch im Wohnzimmer aufgestellt. Besonders die Ausstellungsräume auf der Interior kommen Thes bei seinem Stand entgegen: Denn im Ambiente des Obergeschosses der alten Tenne kommen seine Licht-Skulpturen besonders zur Geltung.

Kurzinfo:

Die Messe hat noch Samstag und Sonntag 11. und 12. März, jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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