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Ein Bild „ihrer“ Kirche haben Theresia und Rudolf Petermeier von Pfarrer Josef heiß (r.) bekommen.

44 Jahre im Dienst der Kirche – „Ich hab’ alles gerne gemacht“

Oberweikertshofen – Wer etwas 44 Jahre lang macht, muss annehmen, irgendwann dem Inventar zugerechnet zu werden. Nur zum Vergleich: Als die gebürtige Nieberbayerin Theresia Petermeier ihr Ehrenamt als Messnerin der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Oberweikertshofen antrat – 1972 war das – hofften Sportkenner gerade auf die Tore Gerd Müllers bei der Fussball-EM.

44 Jahre im Dienste der Kirche, das will was heißen. Und das immer in engem Verbund mit ihrem Mann Rudolf: Der Schichtführer in der Ziegelei wurde nimmer müde, ihr zu helfen. Mit einem Gottesdienst fand die Laufbahn des Messner-Ehepaars Petermeier ein würdiges Ende. In einer Predigt lobte Pfarrer Josef Heiß das umfangreiche Schaffen der beiden, die 1964 aus dem niederbayerischen Pfarrkirchen nach Oberweikertshofen gekommen waren. Nicht nur die gängigen Messner-Tätigkeiten, das Putzen der Kirche, die Pflege des Blumenschmucks und das Ankleiden des Pfarrers übernahmen sie. 

Sie haben alle Aufgaben übernommen

Nein, wenn sich im Winter einmal der Schnee türmte, das Herbstlaub den Kirchhof bedeckte, oder etwas am Gotteshaus kaputt ging, schritten Theresia und Rudolf Petermeier – beide Jahrgang 1934 – zur Tat. Spaß machte es den beiden auch, mit den Ministranten zu arbeiten, deren Gewänder Theresia – „selbstverständlich“, möchte man sagen – selbst nähte.

Auf die Frage, was ihr am meisten Spaß machte, kennt Theresia Petermeier nur eine Antwort: „Alles!“, sagt sie, „Ich hab’ alles gern gemacht.“ Gebührend gefeiert wurde im Anschluss an den Gottesdienst bei einem Stehempfang im Schützenheim. Alte Weggefährten dankten – und Geschenke gab’s en masse: ein Bild ihrer Pfarrkirche, Blumen natürlich, für den Weißbier-Kenner Rudolf Petermeier Flüssiges. Auch die Ministranten bedankten sich.

Jetzt "ein bisserl mehr Ruhe geben"

Rudolf Petermeier möchte auch einen Dank aussprechen. Nämlich der Kirchenverwaltung, der er 24 Jahre lang angehörte, und jenen, die ihn und seine Frau auf ihrem Weg begleitet haben. Jetzt, wo beide über 80 sind, wollen sie einen Schritt zurücktreten, „ein bisserl mehr Ruhe geben“. Die Oberweikertshofener werden sich umstellen müssen, weil die, die sie zum Inventar gehörig wähnten, nach 44 Jahren aufhören.

Johannes Thalmayr

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