In einem Container an der Lochhauser Straße war die erste Geschäftsstelle der Nachbarschaftshilfe untergebracht.

40 Jahre Einsatz für die Mitmenschen

Puchheim - Jubiläum bei der Nachbarschaftshilfe: Seit nunmehr 40 Jahren setzt sie sich für die Bürger ein.

Unter dem Motto „Ich für andere - andere für mich“ haben 28 engagierte Bürger die Selbsthilfeeinrichtung am 10. Februar 1971 ins Leben gerufen. Damals hatte Puchheim rund 8000 Einwohner. Nur rund zehn Monte später hatte der Verein, der damals noch nach Germeringer Vorbild „Sozialdienst Puchheim“ hieß, über 200 Mitglieder. Heute sind es rund 1000.

Zur Krankenpflege kamen schnell Babysitterdienste, Kindergärten, Theater- und Konzertbesuche sowie „Essen auf Rädern“ hinzu. 1980 gab es das erste Auto und zum zehnjährigen Jubiläum wurde der Name des Vereins in „Nachbarschaftshilfe Puchheim“ geändert. 1989 zog die Einrichtung in den Aubinger Weg, und an der Hauptschule startete die Schulsozialarbeit.

Bereits seit 1973 bemühte sich die Nachbarschaftshilfe um ein gemeinsames Miteinander aller Bürger. Dieses Engagement mündete 2007 ins Mehrgenerationenhaus ZaP (Zentrum aller Puchheimer). Die Nachbarschaftshilfe ist der Träger. 1995 wurde nicht nur die Pflegeversicherung eingeführt, sondern mit Ingrid Kroppen auch eine Geschäftsführerin eingestellt, die erstmals nicht dem Vorstand angehörte. 2003 übernahm Marianne Schuon die Geschäftsführung.

„Inzwischen ist Vieles sehr viel professioneller geworden - und bürokratischer“, sagt sie. Viele Arbeiten, die früher Ehrenamtliche gemacht haben, müssen heute von Fachpersonal übernommen werden. Denn man ist auf die staatlichen Fördergelder angewiesen. Doch gerade an Fachpersonal mangelt es. Zum Qualitätsmanagement gehört, dass man jeden Handgriff dokumentiert, erklärt Schuon. „Es ist wichtig, um effektiver zu arbeiten, und doch benötigt es einfach viel Zeit und Arbeitsaufwand.“ Doch der Aufwand hat sich gelohnt, wie die Note des Medizinischen Dienstes zeigt. Und dennoch steht die Nachbarschaftshilfe auch heute wieder vor einer Grundsatzentscheidung. Soll sich die Nachbarschaftshilfe eher spezialisieren oder lieber in der Breite bleiben? Diese Frage wird bereits diskutiert und erfordert alsbald eine Entscheidung.

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