Drama in Lech: Vier Tage nach Lawinenabgang - Polizei findet Leiche des vierten Deutschen

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Gleich geht es los: Birgit Pasche und ihr Mann Christian sind die Passagiere von Pilot Gustl Knoller.  

Aktion von Verein und Flugplatz-Betreibern

Beim Fliegen die Krankheit vergessen

Fliegen mit und für Menschen mit Handicap – das gab es am Flugplatz in Jesenwang für die Multiple-Sklerose-(MS)-Kontaktgruppe Fürstenfeldbruck und Angehörige. Eingeladen hatten der Verein Pro Luftfahrt und die Familie Walch.

Jesenwang–  Voller Erwartung sehen die an Multipler Sklerose Erkrankten ihrem Flug entgegen. Mit einem großen Airbus sind einige schon gereist. Doch wie ist das in einem kleinen Flugzeug, nur vier Plätze, links vorn der Pilot, man selbst gleich daneben? Heinz Bassner vom Verein Pro Luftfahrt erklärt: „Am Himmel gibt es auch Straßen, nur nicht sichtbar. Und wie auf den Straßen am Boden gibt es manchmal Unebenheiten und holprige Stellen.“ Und er beruhigt die Gäste: „Einfach nicht erschrecken, wenn es mal holprig wird auf der Fliegerstraße.“

Alle, die mitgeflogen sind, hatten danach ein breites Lächeln im Gesicht. Michi Fitzek: „Das Fliegen war supertoll. Ich freue mich schon auf das nächste Mal.“ Die Gruppenleiterin Sigrid Straube hatte sich erst nicht getraut mitzufliegen. Lachend sagt sie später: „Man hat mich sanft gedrängt. Ich bin froh, es gemacht zu haben. Es war ein einmaliges Erlebnis.“ Und der MS-Erkrankte Heinz Bogner betont: „Ich habe heute sogar kurz meine Krankheit vergessen.“

Auch Birgit Pasche und ihr Mann Christian genossen den Tag und den Flug. Trotz MS strahlt Birgit Pasche Lebensfreude aus. Fröhlich sagt sie: „Ich fühle mich voll auf Wolke 7, leicht und schwerelos.“ Ihr Mann ergänzt, es sei interessant gewesen, von oben zu sehen, wie sich Maisach entwickelt hat und „wo unser Haus ist“. Die beiden sind sich einig, sie sind nicht zum letzten Mal geflogen.

Seit vielen Jahren bietet der Verein Pro Luftfahrt Fliegen mit und für Menschen mit Handicap an. Vereinsmitglieder, darunter die beiden Piloten Ewald Steiner und Gustl Knoller begleiteten die Besucher, halfen beim Ein- und Aussteigen und beantworteten Fragen. Auch das Flugbenzin spendierte der Verein. Für die Bewirtung sorgte Gitti Walch. Seit 1976 ist die Familie Walch, vertreten durch Max Walch senior und seit seinem Tod durch Gitti Walch der MS-Gruppe sehr verbunden. Beatrix Dargel

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