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Hereinspaziert: (v.l.) Ulrich Leib, Gerhard Berr, Bucki Serrago, Hans Wimmer, Damiano und Gian Piero Serrago, Bürgermeister Erwin Fraunhofer und TSV-Chef Werner Winkler.

Neue Attraktion

Nachdem es nirgends einen gab: Gemeinde baut Biergarten auf dem Dach - jetzt ist er offen

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Endlich wieder ein Wirtsgarten! Möglich wurde dies, weil der Sportverein neue Lagerflächen brauchte. Dafür wurde am Sportlerheim ein Anbau geschaffen. Und darauf befindet sich die neue Freischankfläche – also ein Biergarten auf dem Dach.

Seit einigen Jahren konnte man in Jesenwang nur drinnen auswärts essen gehen. Einen richtigen Wirtsgarten gab es bei keiner der Gaststätten im Ort. Als dann auch noch der TSV in Platznot geriet, formte sich im Gemeinderat eine Idee: Dem TSV wäre mit einem Anbau geholfen, auf dem Dach könnte zudem Platz für Tische und Stühle des Sportlerheims geschaffen werden. Einer der schönsten Biergärten in München.

„An der Stelle des Anbaus war zuvor ein steiler Hang – eine tote Fläche“, sagte Bürgermeister Erwin Fraunhofer bei der Eröffnung des Anbaus. Dazu kam die Vorgeschichte im Sportlerheim: Die Küche für die Gaststätte musste erweitert werden. Außerdem brauchte die Wirtsfamilie Serrago immer mehr Lagerflächen für ihre Gaststätte „Campo Bello“. Dafür belegte sie zwangsweise Räume, die dem TSV zur Verfügung standen.

„Der Sportverein wich daraufhin erst einmal in den Keller der benachbarten Kinderkrippe aus“, sagt Fraunhofer. Eine Dauerlösung war das freilich nicht. Spätestens nach der derzeit laufenden Erweiterung der Krippe zu einem Kinderhaus muss der TSV auch aus der Übergangs-Heimat wieder raus. Nun kann er das sogar schon früher.

Zunächst war aber erst einmal eine günstige Lösung angedacht: eine Fertiggarage. Doch davon kam Fraunhofer schnell wieder ab. „Wenn, dann machen wir es gleich gescheit“, sagte er. Da die Wirtsfamilie ohnehin darüber klagte, dass ihr nur ein schmaler Balkon zur Verfügung stehe, der bei Fußballspielen auf dem angrenzenden Platz dicht belegt sei, war schnell eine weitere Idee geboren: der Wirtsgarten auf dem Dach des Anbaus.

Direkt darunter ist ein großer Raum für den TSV entstanden. „Da kommt alles rein, was dem Verein gehört, zum Beispiel Sportequipment, Bälle, Biergarnituren und Gläser“, sagt der TSV-Vorsitzende Werner Winkler.

Die Sportler nahmen den Anbau aber nicht als mildtätige Gabe an, sondern brachten beim Bau selbst ihre Manneskraft mit ein. „Die Elektro- und Malerarbeiten haben wir in Eigenleistung erbracht“, sagt Winkler. Gebaut wurde – unterbrochen vom Winter – von Ende November letzten bis Anfang Juni dieses Jahres.

Die besondere Herausforderung dabei: „Wir hatten keine Bauleitung“, sagt Fraunhofer. Soll heißen: Die Gestaltung sämtlicher Flächen und Bauelemente wurde mit den beteiligten Firmen Wimmer & Partner, Leib, Berr und Klass vor Ort abgesprochen.

Die genauen Kosten stehen noch nicht fest. „Wir warten auf die Schlussrechnungen“, sagt Fraunhofer. Er schätzt die Ausgaben auf einen Betrag zwischen 50 000 und 60 000 Euro.

Ganz alleine stemmen muss das die Gemeinde aber nicht. Für den TSV-Lagerraum gab es einen Zuschuss von der Hans-Stangl-Stiftung. Die Freischankfläche samt einer beleuchteten Gabionen-Wand – eine Wand mit Steinen in einem Drahtgestell – finanziert die Gemeinde. Fraunhofer: „Wenn keine andere Gaststätte einen Wirtsgarten hat, dann machen wir ihn halt selber.“

Hier endet eine Ära - eine gut gehende Metzgerei schließt aus bitterem Grund.

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