In Jesenwang

Bürgerinitiative klagt über mehr Flieger

Jesenwang – Eine deutliche Zunahme der Hobbyfliegerei auf dem Jesenwanger Flugplatz beklagt die Bürgervereinigung (BV) Fluglärm – „sehr zum Leidwesen der lärmgeplagten Bevölkerung“, wie der BV-Vorsitzende Michael Acker sagt. Vor allem die Flugzeuge der Flugschule und Hubschrauber seien ein Ärgernis.

Die Zahl der Flugbewegungen ist innerhalb eines Jahres um knapp fünf Prozent angestiegen. Laut Zahlen des statistischen Bundesamts wurden im Jahr 2014 noch 35 980 Starts und Landungen verzeichnet. 2015 waren es 37 738. Michael Acker verweist darauf, dass bereits im Zeitraum zwischen 2010 und 2015 eine Zunahme von insgesamt 15,3 Prozent stattgefunden habe.

Die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen stieg in dem Zeitraum von 10 222 auf 11 864 an. Beim nichtgewerblichen Flugbetrieb fiel die Steigerung von 25 758 auf 25 874 geringer aus. Insgesamt gab es mit Flugzeugen mit einem Gewicht bis 2000 Kilogramm 23 078 Starts und Landungen – gut 2300 mehr als noch 2014. Hubschrauber-Bewegungen weist die Statistik insgesamt 1622 aus. Im Jahr davor waren es 1550.

Die Zahl der Starts und Landungen von Ultraleichtflugzeugen ist dagegen von 12 912 auf 12 392 leicht gesunken. Die Ultraleichtfliegerei ist für die Bürgervereinigung dabei aber der kleinere Dorn im Auge. „Im Vergleich mit den lautstarken Flugzeugen der Flugschule kann man mit den Ultraleichtflugzeugen leben“, sagt der im Nachbarort Landsberied lebende Michael Acker. Zwar sei die Zahl der lautstarken Flugzeuge am Jesenwanger Flugplatz nicht angestiegen. „Aber mit den vorhandenen wird relativ viel geflogen.“

Größtes Ärgernis sind laut Acker aber Hubschrauberflüge in relativ geringer Höhe über den Ortschaften. „Das hat gefühlt gut zugenommen.“ Problem bei den Helikoptern sei, dass die Landeplatz-Lärmschutzverordnung für sie nicht gelte. „Deshalb können die Hubschrauber relativ unkontrolliert fliegen“, klagt der Vorsitzende.    (ad)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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