Interkommunaler Flächennutzungsplan

Ein mögliches Wind-Areal ist genug

Jesenwang – Jesenwang wird sich nicht mehr am interkommunalen Flächennutzungsplan für die Windkraft beteiligen. Die Gemeinde ist die einzige Kommune im Landkreis, die nach der 10H-Regelung noch eine Fläche hat, auf der Windräder entstehen können.

Die Räte sehen deshalb keinen Anlass, weitere Flächen dafür zu ermöglichen. Nachdem die 10H-Regelung vom Verwaltungsgerichtshof bestätigt wurde, verblieb im ganzen Brucker Landkreis nur eine zehn Hektar große Fläche südlich von Jesenwang für Windräder. Wollen die anderen Kommunen dennoch Windräder errichten, müssen sie die 10H-Regelung mit einem Flächennutzungsplan aushebeln und kürzere Abstandsflächen darin festschreiben. Darauf zielt die interkommunale Planung ab.

„Aber warum sollten wir noch näher an unseren Ort herangehen, wo wir doch Flächen haben, auf denen Windräder gebaut werden können?“, fragte Bürgermeister Erwin Fraunhofer (CSU) in die Runde der Gemeinderäte. Ähnlich sah das auch Johann Wimmer (Einigkeit). Jesenwang habe durch Kiesabbau, den Flugplatz und den Verkehr der Biogasanlage in Egg ohnehin außergewöhnliche Belastungen. „Den Bürgern ist es nicht zu verkaufen, wenn wir jetzt beim interkommunalen Flächennutzungsplan dabei bleiben, obwohl wir doch Flächen für Windräder haben.“

Johannes Winkler (CSU) verwies auf die Möglichkeit, dass die Gemeinde eine eigene Planung angehen kann, wenn man tatsächlich einmal weitere Flächen für Windräder bereitstellen wolle. Letztlich lehnten die Räte es einstimmig ab, sich weiter am Verfahren des Landkreises zu beteiligen.  

ad

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