Haben in Jesenwang das „Nurmahal“eröffnet: Chef Ravi Kant Mehra mit seinen Köchen Naveen Singh (l.) und Surdeep Semwal (r.).
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Haben in Jesenwang das „Nurmahal“eröffnet: Chef Ravi Kant Mehra mit seinen Köchen Naveen Singh (l.) und Surdeep Semwal (r.).

Neu eröffnetes Restaurant im früheren Huberwirt in Jesenwang

Eröffnung im Lockdown: „Bei uns gibt es original nordindisches Essen“

In Jesenwang hat im früheren Huberwirt ein indisches Restaurant eröffnet - und das mitten im zweiten Lockdown. Chef Ravi Kant Mehra verrät im Interview Details.

Jesenwang – Wegen der Pandemie und der damit zusammenhängenden Einschränkungen geraten viele Restaurants und Gasthäuser in Schwierigkeiten. Umso erstaunlicher ist es dann, wenn mitten im zweiten Lockdown sogar ein neues Restaurant eröffnet wird. Ravi Kant Mehra, Inhaber des neu eröffneten indischen Spezialitätenrestaurants „Nurmahal“ in Jesenwang, erzählt uns, wie es dazu kam.

Herr Mehra, wie kamen Sie denn ins Restaurantgeschäft?

Ich bin vor ungefähr 20 Jahren aus der nordindischen Kleinstadt Nurmahal nach Deutschland gekommen, und seit damals in unterschiedlichen Positionen in der Gastronomie tätig gewesen. Vor einem Jahr habe ich dann in Feucht nahe Nürnberg mein erstes Restaurant „Siddhartha“ eröffnet, das dort auch sehr beliebt war.

Und wie kommen Sie jetzt nach Jesenwang?

Meine Familie lebt schon länger in Fürstenfeldbruck, daher bin ich immer zu meinem Restaurant in Feucht gependelt. Das war mir auf Dauer aber zu anstrengend. Bei einer Suche im Internet erhielt ich dann den Hinweis, dass es möglich ist, den ehemaligen Huberwirt zu übernehmen. Daraufhin habe ich sofort zugegriffen. Das hat dann auch alles sehr gut funktioniert, der Herr Huber ist ein sehr netter Mensch, und das Haus war frei. Das neue Restaurant habe ich dann nach meiner Geburts- und Heimatstadt Nurmahal benannt.

Mitten im Lockdown ein neues Restaurant zu eröffnen ist aber schon recht mutig.

Das stimmt, aber so konnte ich mein ganzes Team aus Feucht mitbringen. Wenn zwischen der Schließung meines alten Restaurants und der Eröffnung des neuen hier in Jesenwang eine zu lange Pause gewesen wäre, hätte ich möglicherweise einige gute Mitarbeiter verloren. Daher wollte ich lieber früher öffnen, als auf einen vielleicht besseren späteren Zeitpunkt zu warten.

Wie wird Ihr Restaurant denn vor Ort angenommen?

Sehr gut. Wir haben keine Flyer verteilt und auch sonst nicht viel Werbung gemacht, trotzdem kommen viele Menschen aus Jesenwang und den Dörfern in der Umgebung. Wir haben Kunden aus Fürstenfeldbruck, Moorenweis, Türkenfeld und eigentlich allen anderen Orten in zehn bis 15 Kilometer Entfernung. Natürlich kann man auch bei uns im Moment nicht im Restaurant sitzen, aber viele Leute kommen und holen Essen bei uns ab oder nutzen unseren Lieferservice. Auch im Lockdown haben wir viele Kunden.

Und was für Essen gibt es bei Ihnen?

Bei uns gibt es original nordindisches Essen aus der Provinz Punjab, wo auch meine Geburtsstadt Nurmahal liegt. Das ist nicht so wie bei vielen anderen Restaurants, die einfach irgendetwas mit vielen Gewürzen kochen und dann behaupten, es wäre indisch.

Interview: Sven Behrens

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