Einkaufen direkt beim Erzeuger: Wie hier am Bauernmarkt in Miesbach schätzen viele Kunden Produkte aus der Region. Allerdings machen strenge Vorgaben den Direktvermarktern das Leben oft unnötig schwer. Foto: Thomas Plettenberg
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Einkaufen direkt beim Erzeuger. Das wünschen sich viele.

Jesenwang

Wunsch nach einem Wochenmarkt

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Die Jesenwanger wünschen sich einen Wochenmarkt. Das geht aus der Haushaltsbefragung zur Nahversorgung hervor, die das Regionalmanagement des Landkreises in den vergangenen Wochen durchgeführt hatte.

Jesenwang – Auch ein Lebensmittelmarkt wird gewünscht, aber das sehen die Mitglieder des Gemeinderats eher kritisch.

„Jesenwang ist in der glücklichen Lage, noch einen Bäcker und einen Metzger vor Ort zu haben“, sagte Michaela Bock vom Regionalmanagement bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse im Ratsgremium. Überhaupt sei die Gemeinde im Vergleich zu anderen ländlichen Kommunen gut bedient. Es gebe zudem einen Dorfladen, Servicestationen der Kreditinstitute, einen Hausarzt, mit der Sportgaststätte und dem Fly-in am Flugplatz zwei Restaurants und eine Vertretung eines Versandunternehmens.

Laut Bock wurde der Wunsch nach einem Lebensmittelmarkt geäußert. Da sieht Bürgermeister Erwin Fraunhofer (CSU/BG) aber die Gefahr, dass dadurch Bäckerei und Metzgerei gefährdet würden. Brigitte Walch (Einigkeit) führte ins Feld, dass es zahlreiche Supermärkte in umliegenden Gemeinden gebe. „Da muss man nur drei oder vier Kilometer fahren.“

Sowohl Fraunhofer wie auch Walch sehen den Hauptbedarf eher bei frischen Produkten wie Salat und Gemüse – also das typische Wochenmarkt-Angebot. Bock brachte dazu die Kunde, dass ein solcher Markt zum Beispiel auch in Moorenweis gewünscht wird – obwohl dort gleich zwei Supermärkte angesiedelt sind. Fraunhofer geht davon aus, dass man ohnehin interkommunal zusammenarbeiten muss, um einen Wochenmarkt zu realisieren. „Das rentiert sich für die Anbieter nur, wenn sie mehrere Orte an einem Tag anfahren können.“

Das Ratsgremium nahm die Ergebnisse der Haushaltsbefragung zunächst zur Kenntnis. Mit einem möglichen weiteren Vorgehen werden sich die Räte zu einem späteren Zeitpunkt auseinandersetzen.

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