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Jesenwang

Gräber werden teurer – dafür gibt es mehr Möglichkeiten

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Die Jesenwanger müssen für ihre Gräber künftig tiefer in die Tasche greifen: Der Gemeinderat hat neue Gebühren beschlossen. Auch die Benutzung des Leichenhauses wird teurer.

Jesenwang – Vor zwölf Jahren wurden die Friedhofsgebühren letztmals angepasst. Seitdem hat sich nicht nur bei den Kosten einiges geändert, wie aus einer neuen Kalkulation hervorgeht. Auch das neue Urnenfeld steht nun für Bestattungen zur Verfügung. Bei den neuen Gebühren blieb der Gemeinderat aber unter den kalkulierten, kostendeckenden Beträgen.

Für Einzelgäber wurden bislang jährlich 35 Euro, bei Familiengräbern 60 Euro fällig. Die Ruhefrist beträgt bei den Gräbern 15 Jahre. Künftig sind es 40 Euro für Einzel- und 80 Euro für Familiengräber. Nach der neuen Kalkulation müsste die Gemeinde, um kostendeckend zu arbeiten, sogar 44,52 beziehungsweise 89,04 Euro verlangen. Bestattungen in einer Urnenwand erhöhen sich analog zum Einzelgrab ebenfalls von 35 auf 40 Euro. Hier beträgt die Ruhefrist, wie bei allen Urnenbestattungen in Jesenwang, aber nur zehn Jahre.

Neu hinzu kommt die Möglichkeit einer Bestattung auf dem Urnenfeld. Wie beim Familiengrab können hier bis zu vier Menschen bestattet werden. Die Kosten hierfür setzte der Gemeinderat ebenfalls auf 80 Euro fest.

Außerdem gibt es die Möglichkeit einer anonymen Bestattung einer einzelnen Urne auf dem Urnenfeld. Die Pflege übernimmt dann die Gemeinde. Die jährliche Gebühr fällt deshalb mit 45 Euro etwas höher als bei der Urnenwand aus. Wer möchte, kann auf eigene Kosten und in Absprache mit der Gemeinde bei einem eigentlich anonymen Grab eine Erinnerungsplakette anbringen lassen.

Die Leichenhausgebühren erhöhte der Gemeinderat von 60 auf 80 Euro. Hier ist aber das letzte Wort noch nicht gesprochen. Denn das Gebäude muss in naher Zukunft saniert werden. „Dann müssen die Gebühren noch einmal neu kalkuliert werden“, sagte Bürgermeister Erwin Fraunhofer (CSU). Generell sprach der Rathauschef von einer angemessenen Erhöhung. Die neuen Beträge wurden einstimmig abgesegnet. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Friedhofssatzung angepasst. Neben der Aufnahme des Urnenfelds als Bestattungsmöglichkeit wurde dabei auch die Verwendung von Grabmälern und -einfassungen aus Naturstein, die in Kinderarbeit produziert wurden, strikt verboten. Bislang war dieses Verbot nicht enthalten. 

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