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In Jesenwang tut sich was

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Das Kinderhaus. © ad

Die Jesenwanger sind zufrieden mit dem, was im Ort passiert. Und es passiert viel: Fast zwei Stunden brauchte Bürgermeister Erwin Fraunhofer (CSU) in der Bürgerversammlung, um zu beleuchten, was geschehen ist und was in den nächsten zwei Jahren geschehen soll.

Jesenwang Besonders beschäftigen wird die Bürger in nächster Zeit die Dorferneuerung in Pfaffenhofen (siehe unten). Bald gründet sich eine Teilnehmergemeinschaft.

Ortsplanerisch abgeschlossen und damit noch in diesem Jahr frei zur beginnenden Bebauung seien die Baugebiete Bachwiesen und Südliche Poststraße. Letzteres Gebiet soll in mehrere Abschnitte unterteilt werden, um Einnahmen auf mehrere Jahre zu verteilen und nicht explosionsartig zu wachsen.

Mit der kürzlich erfolgten Vollsperrung der Staatsstraße werde ein weiteres Stück der durch den Ort führenden Straße saniert. Gleichzeitig sollen die Bushaltestellen barrierefrei umgebaut und ein neues Bushäusl errichtet werden. „Das bedeutet leider, dass die Aufstellung des Willibaldritts zum dritten Mal in Folge in einer Baustelle erfolgen muss“, bedauerte der Bürgermeister. Auch um den Abschnitt von der großen Kreuzung in Richtung Bruck kümmert sich Fraunhofer bereits, weil für einen ordentlichen Gehweg Grunderwerb nötig ist.

Ein Projekt, um die von einem Landwirt angesprochenen Probleme mit den auf der Straße verkehrsberuhigend geparkten Autos zu lösen, sei der abgeschlossene Bau eines neuen Feldweges. „Damit wollen wir dem landwirtschaftlichen Verkehr sozusagen eine Ortsumfahrung anbieten“, erklärte Fraunhofer. Zusätzlich werde die Polizeiinspektion Bruck künftig den ruhenden Verkehr überwachen und die Halter auf dem Gehweg parkender Fahrzeuge verwarnen. Fraunhofer appellierte an seine Bürger, dass dies nicht zu einem gänzlichen Parken auf der Straße führen darf.

Selbiger Landwirt haderte mit der Entscheidung, dass der für das Jahr 2021 geplante Bau des Radweges Richtung Moorenweis auf der südlichen Seite der Staatsstraße erfolgen soll. Damit werde bester Jesenwanger Boden zugepflastert. Der Rathauschef hatte zuvor ausgeführt, dass dies mit dem Anschluss des aus Moorenweis Richtung Grafrath führenden Radweges zu tun habe und eine Querung der Staatsstraße nur über eine extrem aufwändige (wegen der NATO-Pipeline) Unterführung möglich wäre. Eine Herausforderung in der Radwegplanung stelle der Bereich des tiefer liegenden Sportplatzes dar, das geplante Abfräsen der Asphaltdecke werde deshalb noch solange zurückgestellt. „Fahren Sie mit dem ÖPNV, weil derzeit Fahrgastzählungen erfolgen und wir die vielen neuen Busverbindungen erhalten wollen“, bat Fraunhofer das Auditorium im Gemeinschaftshaus beim Punkt Verkehr.

Gute Nachrichten gab es aus der Finanzverwaltung: Die Schulden gehen runter, die Rücklagen steigen. Diese sollen vor allem für den Umbau des Rathauses (Schaffung von Wohnraum nach Auszug des Kindergartens) verwendet werden.

Geehrt wurden die Feuerwehrleute Jürgen Vogt (seit kurzem Kommandant) für 25 Jahre und Michael Brugglehner für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst. Darüber hinaus Josef Hörhager für seinen fünfjährigen Einsatz als Vize und Werner Peschke für seinen 18-jährigen Einsatz als erster Kommandant. Die Ehrenmedaille der Gemeinde verlieh Fraunhofer an Josef Drexler für sein Engagement im Förderverein St. Willibald und an Kathrin Sonnenholzner für ihr 15-jähriges Engagement als Landtagsabgeordnete, das auch der Gemeinde zu Gute kam. Sonnenholzner wiederum bedankte sich bei den Bürgern für ihr gutes Wahlergebnis in Jesenwang, „und das, obwohl ich aus München kommend einen Migrationshintergrund habe und in den Augen einiger die falsche Partei vertrete“.

Pfaffenhofen

Die Dorferneuerung in Pfaffenhofen wird konkret. Der Ortsteil kam in der Präsentation des Bürgermeisters deshalb immer wieder vor. Denn offensichtlich seien für das Jahr 2020 noch Fördermittel verfügbar, sagte er. In Frage kommende Projekte wären die Umgestaltung der Vorplätze Bürgerhaus und Kriegerdenkmal oder der Dorfweiher. Mit dem Amt für Ländliche Entwicklung abstimmen will sich Bürgermeister Erwin Fraunhofer auch bei der Sanierung des Bordsteins, der in einem desolaten Zustand sei. „Bitte stellen Sie sich bis zum kommenden Dienstag als Kandidat für das neu zu wählende Gremium der Teilnehmergemeinschaft zur Verfügung“, bat Fraunhofer die Anwesenden. Erste Aufgabe des neuen Vorstands wäre die Priorisierung der Projekte aus dem bereits vorliegenden Maßnahmenkatalog. (mjk)

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