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Hausbau
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In Jesenwang entsteht ein Neubaugebiet.

Aus dem Gemeinderat

Die Erschließung des Neubaugebiets ist jetzt einen Schritt weiter

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Noch werden kaum Grundstücke an der Poststraße bebaut. Der Gemeinderat will aber schon jetzt die gesamte Erschließung errichten, um Kosten zu sparen.

Jesenwang Dafür wird ein Betrag von mindestens 1,38 Millionen Euro fällig. Die Gemeinderäte, die ob des Betrages mit Blick auf den Haushalt erschrocken waren, konnte Bürgermeister Erwin Fraunhofer (CSU/BG) aber beruhigen: Die Kommune muss nur einen Bruchteil des Geldes aufbringen. Die Kosten für den Schmutzwasserkanal (335 000 Euro) und die Wasserversorgung (164 000 Euro) teilt sich die Gemeinde mit dem Miteigentümer der dortigen Grundstücke.

Den Löwenanteil der Kosten macht die Straßenerschließung mit der Regenwasserversickerung aus. 877 000 Euro werden dafür fällig. Diese Kosten belasten den Haushalt letztlich aber nur mit etwa zehn Prozent. Die restlichen 90 Prozent werden über die Erschließungsbeiträge an die Käufer der Grundstücke weitergegeben.

Marode Straßen sollen mit ausgebaut werden

Erschlossen wird das Baugebiet über die Post- und die Kapellenstraße sowie über eine noch zu bauende, etwa 300 Meter lange Straße, die auch bereits einen Namen hat: Am Mitterfeld. Diese zieht sich als eine Art Ringstraße durch das Neubaugebiet. Außerdem sollen im Zuge der Arbeiten auch die recht marode Poststraße und die Kapellenstraße mit ausgebaut werden.

Uneins war man sich im Gemeinderat dabei, wie breit die Poststraße werden soll. Im Vorentwurf waren fünf Meter für die Fahrbahn veranschlagt. Otto Wörle (Einigkeit) ist das aber zu wenig. „Für die landwirtschaftlichen Fahrzeuge brauchen wir sechs Meter.“ Fraunhofer wies darauf hin, dass dann aber die angedachten Längsparkplätze entlang der Poststraße entfallen würden.

Das sah Josef Hörhager (Einigkeit) nicht so: „Die Autos können dort ja trotzdem stehen bleiben und ragen dann ein wenig in die Straße rein. Nachdem die veranschlagte Breite von fünf Metern mit einer 6:6-Stimmengleichheit denkbar knapp abgelehnt wurde, einigte man sich im Rat mit einer großen 11:1-Mehrheit auf einen Kompromiss: 5,50 Meter. Fraunhofer betonte in diesem Zusammenhang, dass das die veranschlagten Kosten noch einmal in die Höhe treiben wird: „Jeder Quadratmeter Straße macht es teurer.“

Diskussion um den Gehweg

Strittig war zunächst auch, ob man den geplanten, 1,80 Meter breiten Gehweg gleich mit errichten soll. Hörhager und Wörle befürchteten unisono, dass dieser bei den Neubauten der Häuser beschädigt werden könnte, wenn große Fahrzeuge den Baukränen über den Gehweg ausweichen. Der Planer war jedoch der Ansicht, dass die verbleibende Breite ausreicht, um den Gehweg nicht befahren zu müssen.

Das sah auch Markus Schellmann (CSU/BG) so: „Bei Begegnungsverkehr muss dann eben einer warten“, sagte er. Den Gehweg könne man laut Planer zudem entsprechend mit Barken absperren. Außerdem verwies Schellmann noch einmal auf die sehr wahrscheinlich günstigeren Baukosten, wenn man alle Maßnahmen im Paket ausschreibe. Dem stimmte auch Johann Wimmer (Einigkeit) bei: „Ein Ausbau in zig Abschnitten ist nicht bezahlbar.“

Die endgültige Planung mit den besprochenen Änderungen soll nun im Herbst noch einmal im Gemeinderat vorgelegt werden. Die Ausschreibung soll dann noch in diesem Jahr erfolgen, weil sich der Planer zu diesem Zeitpunkt gute Preise erhofft. 2021 soll die Maßnahme dann komplett durchgezogen werden.

Weitere Nachrichten aus der Gemeinde Jesenwang finden Sie hier.

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