Brexit-Verhandlungen fast am Ziel - Kabinett billigt Entwurf für Abkommen mit EU

Brexit-Verhandlungen fast am Ziel - Kabinett billigt Entwurf für Abkommen mit EU
+
Die Kirche Maria Himmelfahrt hat einen romanischen Ursprung und wurde 1273 erstmals urkundlich erwähnt.

Sanierung von Maria Himmelfahrt abgeschlossen 

Kirche mit großem Fest wieder eröffnet

  • schließen

Fast drei Jahre dauerte die Sanierung der Kirche Maria Himmelfahrt in Bergkirchen. Pünktlich zum Patrozinium wurde mit rund 400 Gläubigen am heutigen Feiertag die Wiedereröffnung gefeiert. Eigentlich hat der kleine Jesenwanger Ortsteil nur acht Einwohner. Zu Wiedereröffnung waren also 50 Mal so viele Menschen da.

JesenwangMit einem derartigen Andrang hatten Gemeinde und Pfarrgemeinderat, die die Feier gemeinsam organisiert hatten und ausrichteten, nicht gerechnet. „Wir haben gedacht, dass vielleicht 250 Leute kommen“, sagte Bürgermeister Erwin Fraunhofer. Am Ende mussten rund drei Viertel der Besucher die Patroziniumsfeier unter freiem Himmel verfolgen.

Dass die Feier angesichts der Namenspatronin an Maria Himmelfahrt stattfand, war freilich kein Zufall, wie Fraunhofer erklärte. Allerdings musste das Fest dafür gar nicht allzu lange hinausgezögert werden. „Die letzte Innenausstattung ist erst Ende Juni fertig geworden“, berichtete er.

Insgesamt wurde die gemeindeeigene Kirche in vier Bauabschnitten saniert. Gut erinnert man sich in Jesenwang noch an das Spektakel, als der Zwiebelturm mit einem riesigen Kran abgenommen wurde. Nach der Sanierung von Turm und Kuppel wurden erst das Langschiff außen, dann die Raumschale innen und schließlich die Kirchenausstattung aufgehübscht.

Das Fresko, das einen Teil des Kreuzwegs darstellt, ist ein Hingucker: Bürgermeister Erwin Fraunhofer und Architekt Guido Sonanini (r.).

Gute Nachricht für die Gemeinde: Die ursprünglich berechneten Kosten wurden deutlich unterschritten: Statt 586.000 wurden lediglich 475.000 Euro fällig. Doch das Geld muss die Kommune nicht alleine aufbringen. „Nach langen Bemühungen wurden die Arbeiten durch den Entschädigungsfonds des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege gefördert“, sagte Fraunhofer.

Dazu kommen Zuschüsse von der Landesstiftung, dem Bezirk, dem Landkreis, der Sparkassenstiftung, der Hans-Stangl-Stiftung sowie zahlreiche Spenden von Bürgern und Vereinen. Der Eigenanteil der Gemeinde Jesenwang reduziert sich so auf rund 80.000 Euro.

Das genaue Alter der Kirche ist übrigens nicht bekannt. Allerdings gilt ein romanischer Ursprung als gesichert. Es wird davon ausgegangen, dass sie Ende des 14. oder Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut wurde. Bekannt ist hingegen das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung: 1273.

Die ehemalige Wallfahrtskirche ist eine spätgotische Saalkirche mit dreiseitig geschlossenem Chor und einem Nordturm mit besagter Zwiebelhaube, die zu einer ähnlichen Zeit wie die nahe gelegene Willibaldkirche entstanden ist. Barockisiert wurde sie erst im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts.

Die Landjugend verkaufte Kräuterbuschen. Nach dem Patroziniumsfest feierten die Gläubigen im Schatten der Kirche lange weiter.

Im Jahr 1314 schenkte Bischoff Gottfried von Freising die Pfarrei Üsenwanch – das heutige Jesenwang – mit allen zugehörigen Grundstücken und Filialen dem Kloster Fürstenfeld. Experten vermuten daher, dass der heute noch in Teilbereichen sichtbare gotische Bau unter der Betreuung des Klosters Fürstenfeld um 1400 herum entstanden ist.

Im Oktober 2015 wurde unter der Regie von Architekt Guido Sonanini mit der Sanierung begonnen. Unter anderem wurde auch eine gut erhaltene Freskenfolge an der Nordwand, die einen Teil des Kreuzwegs darstellt, restauriert. Diese war bereits vor 50 Jahren freigelegt worden und war nun bei der Wiedereröffnung ein echter Hingucker. Nach dem Patroziniumsfest feierten die Gläubigen im Zelt im Schatten des sanierten Gotteshauses noch lange weiter.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Computervirus legt Kreisklinik in Fürstenfeldbruck lahm
Der Betrieb im Klinikum Fürstenfeldbruck läuft derzeit im Krisen-Modus. Ein Computer-Virus hat sämtliche Rechner und Server des Krankenhauses befallen. Der medizinische …
Computervirus legt Kreisklinik in Fürstenfeldbruck lahm
Grafrath: Der Bürgerstadl-Wirt hört auf
Der Bürgerstadl braucht einen neuen Wirt. Frank Unger, der die Gaststätte am Sportplatz bislang gastronomisch betreut, hört im Frühjahr auf. Die Gemeinde will nun bis …
Grafrath: Der Bürgerstadl-Wirt hört auf
Günstige Bushaltestelle
Die mittlerweile in Betrieb gegangene Bushaltestelle bei Marthashofen kommt der Gemeinde deutlich günstiger als zunächst erwartet. 
Günstige Bushaltestelle
Egenhofen hat ein Feuerwehr-Problem
Ein Brandschutzexperte hat festgestellt, dass Wenigmünchen feuerwehrtechnisch nicht ausreichend versorgt ist. Egenhofens Gemeinderat will deshalb im kommenden Jahr ein …
Egenhofen hat ein Feuerwehr-Problem

Kommentare