Ausbau von schnellem Festnetz-Internet kommt voran
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Der Ausbau von schnellem Festnetz-Internet kommt voran.

Jesenwang

Neue Förderung: Glasfaser bis ins Haus

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Glasfaser bis ins Haus – darüber denkt der Gemeinderat für alle Haushalte in Jesenwang nach. Möglich macht dies die neue Förderung nach der bayerischen Gigabitrichtlinie. Damit hätte die Gemeinde in Sachen schnelles Internet wohl für die Zukunft ausgesorgt.

Jesenwang – Aktuell sind in Jesenwang Glasfaserkabel nur bis zum jeweiligen Verteiler verlegt. Von dort in die Häuser verlaufen dann Kupferkabel, mit denen die Bandbreiten je nach Entfernung zum Verteiler abnehmen. Wie Jürgen Schuster von der Firma Corwese im Gemeinderat erläuterte, wird derzeit für alle Haushalte in der Gemeinde von einer Versorgung mit mindestens 30 MBit ausgegangen. „Allerdings gilt der Grundsatz, dass sich der Bedarf alle zwei Jahre verdoppelt“, sagte der Experte der Firma, die das Projekt für die Gemeinde vorantreiben soll. Deshalb rät er, die neue Förderrichtlinie schon jetzt in Anspruch zu nehmen – denn bis zur Realisierung könne es fünf Jahre dauern.

Die Gigabitrichtlinie sieht eine Förderung für alle Haushalte vor, die nicht zuverlässig mit mindestens 100 MBit versorgt sind. Das sind alle Anschlüsse, die über Vectoring oder VDSL ins Internet gehen. Bei einer Versorgung mit Super-Vectoring ist der Abstand zum Verteiler ausschlaggebend, da nähere Anschlüsse die Mindestversorgung haben. In diesem Fall werden laut Schuster nur Gewerbebetriebe gefördert, da für diese ein höherer Bandbreitenbedarf angenommen wird. Ausgenommen von der Förderung wäre Pfaffenhofen, da dort Super-Vectoring zur Verfügung steht.

Der Gemeinde kann zugute kommen, dass sie bei einigen Straßenbaumaßnahmen – etwa in der Post- und Staatsstraße – Leerrohre verlegen hat lassen. Diese können an den künftigen Netzbetreiber verkauft werden.

Nun muss die Gemeinde eine Markterkundung in Auftrag geben. Dabei ermittelt die Firma Corwese die tatsächliche Anzahl der Haushalte, die förderfähig sind. Damit kann sich die Gemeinde dann um Fördergelder bewerben. Kostenpunkt für die Erhebung: rund 5000 Euro.

Ein konkretes Angebot soll im November dem Gemeinderat vorgelegt werden. Dann wird entschieden, ob das Projekt angegangen wird. ANDREAS DASCHNER

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