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Haushalt 2019

Jesenwang will seine Schulden halbieren

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Nach vielen Investitionen legt die Gemeinde Jesenwang heuer ein Planungsjahr ein. Das tut auch dem vom Gemeinderat einstimmig verabschiedeten Haushalt gut: Es werden wieder Rücklagen gebildet, die Schulden werden reduziert.

Jesenwang – Ganz ohne Bautätigkeit geht 2019 an der Gemeinde aber nicht vorbei. Wichtigste Investition ist der Ausbau der Staatsstraße im Bereich zwischen Erlbach- und Grafrather Straße. An diese Maßnahme des Straßenbauamts hängt sich die Kommune mit dem Bau von Gehwegen und einer Neugestaltung der dortigen Bushaltestellen an. Kostenpunkt: 260 000 Euro.

Im Finanzplan für 2020 ist als zweiter Bauabschnitt der Gehwegbau ortsauswärts enthalten. Rund 30 000 Euro investiert die Gemeinde noch in Bordsteinsanierungen an der Dorfstraße im Ortsteil Pfaffenhofen. Für die Sanierung des Leichenhauses sind 28 000 Euro eingeplant.

Abgesehen von einigen Restzahlungen für Investitionen aus dem Vorjahr dominieren den Haushalt in erster Linie diverse Planungskosten. „Wir waren die letzten Jahre sehr fleißig, jetzt wird mehr geplant“, sagt Bürgermeister Erwin Fraunhofer (CSU). Unter anderem soll die Dorferneuerung weitergeführt werden. „Welche Maßnahme wir angehen, müssen wir aber erst noch besprechen“, sagt der Rathauschef.

Auch der angestrebte Radweg nach Moorenweis steht auf der Agenda. Allerdings ist hier noch Grunderwerb nötig, der heuer realisiert werden soll. „Wenn das klappt, kann es 2021 losgehen“, sagt Fraunhofer. Die Gemeinde müsse die Kosten für den Grunderwerb und die Planung tragen. „Die Baukosten übernimmt der Freistaat.“

Die Bilanz bei den laufenden Kosten im Verwaltungshaushalt fällt positiv aus. So plant die Kämmerei mit einem Überschuss von knapp 336 000 Euro, die dem Vermögenshaushalt zugeführt werden können. Haupteinnahmequelle bleibt hierbei die Einkommensteuer in Höhe von 1,1 Millionen Euro. Weitere 320 000 Euro sollen an Gewerbesteuer fließen, außerdem gibt es mehr als 325 000 Euro vom Staat als Schlüsselzuweisung. Die Rücklagen, die zuletzt auf knapp 368 000 Euro geschrumpft sind, sollen bis Ende 2019 wieder auf mehr als 610 000 Euro anwachsen.

Und auch in den kommenden Jahren will die Gemeinde weiter Geld auf die hohe Kante legen. Bis 2022 sollen es gut 2,6 Millionen Euro sein. Auf der anderen Seite können die 2012 und 2017 aufgenommenen Kredite sukzessive abbezahlt werden. Der aktuelle Schuldenstand von knapp 880 000 Euro wird bis Jahresende um gut 50 000 Euro zurückgefahren. Bis 2022 ist eine Reduzierung auf 475 000 Euro angestrebt. Bei der Pro-Kopf-Verschuldung liegt die Gemeinde mit 569,37 Euro unter dem Landesdurchschnitt von 605 Euro.  ad

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