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Das Kinderhaus am Keltenbogen in Jesenwang soll erweitert werden. Geplant ist ein Anbau.

Kindergarten im Obergeschoss des Rathauses platzt aus allen Nähten

Jesenwanger Kinderhaus wird erweitert

Jesenwang - Der Kindergarten im Obergeschoss des Rathauses platzt aus allen Nähten. Deshalb soll bis September 2018 das Kinderhaus am Keltenbogen erweitert werden. Knapp 2,5 Millionen Euro kostet der Ausbau.

„Der Kindergarten ist vollständig belegt, weitere Bewerber müssten abgelehnt werden“, beschrieb Bürgermeister Erwin Fraunhofer (CSU) im Gemeinderat die Situation. Der Rathauschef rechnet damit, dass sich die Lage noch weiter dramatisiert. Deshalb soll nun der zweite Bauabschnitt beim Kinderhaus am Keltenbogen realisiert werden – und zwar etwas größer als bisher geplant.

Dass die im April 2015 eingeweihte Kinderkrippe einmal um einen Anbau für den Kindergarten erweitert werden soll, steht schon seit der Planung des Gebäudes im Jahr 2009 fest. Damals sollte der zweite Bauabschnitt noch 1,5 Millionen Euro kosten.

Dass es nun fast eine Million Euro mehr wird, liegt zum einen an der Inflation. Zum anderen nutzt die Gemeinde aber auch den zur Verfügung stehenden Platz voll aus und baut etwas größer als geplant.

Konkret rückt die Gemeinde um 1,75 Meter näher ans benachbarte Feuerwehrhaus heran. Die Abstandsflächen werden dadurch zwar unterschritten, doch das ist laut den Planern, dem Architektenehepaar Rieder-Bauer, kein Problem. Bei der Feuerwehr ergebe sich ohnehin kein Problem wegen des Schattenwurfs. Und im Kindergarten seien die Gruppen auch so ausgerichtet, dass sie nicht verschattet würden. Die vom Brandschutz vorgeschriebenen Mindestabstände würden eingehalten.

In der Erweiterung entstehen eine weitere Krippengruppe sowie zwei Kindergartengruppen. Der Anbau wird außerdem gleich mit einem Obergeschoss versehen, das aber noch nicht ausgebaut wird. Dort können bei Bedarf in einigen Jahren weitere Kindergartengruppen untergebracht werden. „Damit wären wir für die Zukunft gut gerüstet“, sagte Fraunhofer.

Der im Obergeschoss vorgesehene Balkon mit Außentreppe wird ebenfalls nicht sofort gebaut, um Kosten zu sparen. Laut Architekten könne eine entsprechende Stahlkonstruktion problemlos später angebaut werden.

Der Gemeinderat stimmte der Planung grundsätzlich zu. Die Verwaltung muss nun bis zu den Haushaltsberatungen 2017 die Finanzierung klären. In der Finanzplanung sind bislang nämlich nur die ursprünglich veranschlagten 1,5 Millionen Euro vorgesehen. Allerdings darf die Gemeinde mit staatlichen Zuschüssen rechnen. Bereits jetzt kann sich die Kommune außerdem zusichern lassen, dass der Zuschuss auch für weitere Gruppen im ersten Stock fließt, wenn diese später realisiert werden.

von Andreas Daschner

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